Mönchengladbach: Glanz in Gladbach
zuletzt aktualisiert: 16.05.2007Mönchengladbach (RPO). Die Wiedergeburt eines Buddhas
Für seine Reihe mit Nobelpreis-trägern, selbst großspurig als „Leuchtturm-Projekt“ angekündigt, ist der Initiativkreis lange belächelt worden. Von Medizin-, Chemie- und Physik-Nobelpreisträgern habe die Stadt wenig, meinten die Kritiker. Zu Recht. Aber längst gucken andere Städte neidisch auf Mönchengladbach. Das liegt an den weltbekannten Friedensnobelpreisträgern, die in die Stadt gekommen sind. Lech Walesa, Shimon Peres, in wenigen Wochen Michail Gorbatschow und in einem Jahr der Dalai Lama. Sie kommen nicht vom Leuchtturm – bringen aber viel Glanz. Kompliment!
jüma
Schon mit viereinhalb Jahren wurde aus Lhamo Dhondup der Dalai Lama – und damit der geistige und politische Führer der Tibeter. Im Verständnis der Tibeter ist der Dalai Lama eine Wiedergeburt von Tschenresi, dem Buddha des Erbarmens. Stirbt ein Dalai Lama, macht sich eine Kommission aus Mönchen überall auf die Suche nach der Reinkarnation des Buddhas. 1959 annektierte China Tibet, und der Dalai Lama flüchtete aus seinem umzingelten Palast in Lhasa ins Exil nach Indien. Von dort aus macht er ausschließlich mit friedlichen Mitteln auf die Situation der Exil-Tibeter aufmerksam. Für seinen Gewaltverzicht bekam er 1989 den Friedensnobelpreis. Als warmherziger, bescheidener und humorvoller Botschafter des Friedens genießt der 71-jährige weltweit hohe Anerkennung. So gehört etwa der hessische Ministerpräsident Roland Koch zu seinen Verehrern. In Deutschland gibt es ungefähr 50 000 Buddhisten. jüma
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