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Mönchengladbach: Gregor Schneider spendet 150.000 Euro

VON ANDREAS GRUHN - zuletzt aktualisiert: 10.09.2008

Mönchengladbach (RPO). Die Ausstellung „End“ des Mönchengladbacher Künstlers Gregor Schneider im Museum Abteiberg scheint gesichert. Montagabend genehmigte Oberbürgermeister Norbert Bude (SPD) in einem Dringlichkeitsentscheid 367.000 Euro aus dem Haushalt der Stadt.

Damit soll das Projekt „End“ zunächst finanziert werden – ein neuer Eingang ins Museum, eigens für Schneiders Ausstellung „Kaffeezimmer“. Insgesamt kostet das Projekt etwa 407.000 Euro. Anfang November soll die neue Ausstellung eröffnet werden. Schneider war zuletzt mit seiner Idee, einen Sterbenden auszustellen, bundesweit in die Schlagzeilen geraten.

Im Vergabeausschuss war zunächst die Rede davon gewesen, dass der Stadt keine Kosten entstünden. „Das Projekt ist teurer und schwieriger geworden“, räumt Kulturdezernent Dr. Gert Fischer nun ein. „Aber den Wert kann man nicht hoch genug veranschlagen.“ Die Stadt bleibt jedoch nicht auf den Kosten sitzen, sie erbringt lediglich Sachleistungen in Höhe von 40.000 Euro. Die 367.000 Euro, so sieht es die Beratungsvorlage für den Hauptausschuss vor, wird durch Mehreinnahmen finanziert.

Das Land Nordrhein-Westfalen und die Kunststiftung NRW übernehmen jeweils 80.000 Euro. In der Vorlage sind noch knapp 58.000 Euro als städtischer Eigenanteil ausgewiesen, der jedoch durch mehrere Spendenzusagen abgedeckt sei, bestätigte ein Ratsmitglied. Den größten Anteil an der Finanzierung übernimmt jedoch der Künstler selbst: Gregor Schneider gibt laut Beratungsvorlage 150.000 Euro dazu, um das Projekt in seiner Heimatstadt verwirklichen zu können.

Goldenen Löwen gewonnen

Die Kosten werden allein für den Bau des neuen Eingangs notwendig. Den hatte Schneider selbst entworfen. Das „Kaffeezimmer“ selbst, für das Schneider 2001 den Goldenen Löwen auf der Biennale gewonnen hatte, wurde dem Museum von der Kulturstiftung der Länder, dem Land NRW und der Kunststiftung der Sparkassen übereignet.

Der Dringlichkeitsentscheid war notwendig geworden, weil das Land und die Kunststiftung NRW ihre Förderung nur zusagen, wenn das Gesamtprojekt gesichert ist. Private Spendenzusagen reichen dazu nicht aus. Daher tritt die Stadt zunächst in Vorleistung und trägt auch das Risiko für den Fall, dass Spenden nicht zu Stande kommen. Der Entscheid soll in der kommenden Woche im Hauptausschuss beraten werden. Dass der Plan noch abgelehnt wird, gilt als unwahrscheinlich. Die CDU-Fraktion hatte durch Ratsherr Dieter Breymann den Dringlichkeitsentscheid mit unterzeichnet.

Quelle: RP

 
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