Mönchengladbach: Grillmeister mit jecken Rippchen
VON NADINE FISCHER - zuletzt aktualisiert: 19.07.2010Mönchengladbach (RPO). Den Anfang machte eine pikante Grillwurst mit feiner Currynote. Es folgten Hühnerbrust mit Ananasschnitzel, Beefsteak mit Espressokruste und der Special Chill Burger. Das waren die Fleischgerichte, die den fünf Freunden vom Team Grill 'n Chill auf dem Rheydter Marktplatz den Sieg bei der ersten Rheydter Grillmeisterschaft einbringen sollte.
Daraus wurde leider nichts: Den Titel holte sich die Mannschaft der Rheydter Prinzengarde vor Team "Drei Bengel für Maren" und Team Edeka. Die viertplatzierten Männer von Grill 'n Chill konnten das aber gut verkraften, denn ihnen ging es gestern ja nicht nur ums Grillen, sondern vor allem auch ums gemeinsame Chillen.
Trainingslager in Holland
"Auf meiner Geburtstagsfeier haben wir beschlossen, bei der Grillmeisterschaft mitzumachen", erzählte Frank Goebbels, als der Wettbewerb noch in vollem Gange war. Er führte als "Burger-Meister" das Team Grill ´n Chill, an, das sich seit Juni auf die Meisterschaft vorbereitet hatte. An mehreren Wochenenden trafen sich Dirk Classen, Stephan Wennmacher, Carsten Mohns, Andreas Umbach und Frank Goebbels zum Probe-Grillen, verbrachten sogar zwei Tage im "Trainingslager" auf einem niederländischen Campingplatz. "Wir haben in der ganzen Zeit viel gegessen und ganz tolle Marinaden entwickelt", sagte Dirk Classen. Dabei kreierten die fünf Freunde auch die Espresso-Kruste für ihr Beefsteak.
Neben Espressopulver besteht sie unter anderem aus Chili und Paprika. Auf einem runden Holzkohlegrill bereiteten die Männer ihr Fleisch zu, jedes der acht Teams im Kampf um den Titel durfte sein eigenes Arbeitsgerät mitbringen. Auch die Zutaten für die Kür-Stücke wie den Special Chill Bürger von Team Grill 'n Chill hatten die Mannschaften dabei. Hähnchenbrust, Beefsteak und Würstchen für die ersten drei Grillrunden stellte hingegen ein Sponsor bereit – dafür hatten die Organisatoren vom Rheydter Citymanagement gesorgt.
Beisitzer Frank Pfennig und sein Kollege Peter Homann hatten die Idee zur Grillmeisterschaft, "wir denken, dass das den Zeitgeist trifft", sagte Pfennig. Eine fünfköpfige Jury bewertete das Grillgut nach Aussehen und Geschmack, ließ aber auch die Bekleidung und die Präsentation der Gerichte in die Benotung einfließen. Beeindruckt waren die Juroren von der Grillkunst der Rheydter Prinzengarde, die Rippchen mit in zwei Stunden sanft gegarten Kartoffeln in einer Schubkarre servierte. Das brachte den Karnevalisten nicht nur den Titel, sondern auch einen Wanderpokal und einen neuen Grill ein.
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