Mönchengladbach: Handwerker: Groth gegen Esser
VON MICHAEL BRÖCKER - zuletzt aktualisiert: 12.01.2007Mönchengladbach (RPO). In der Nachfolgedebatte für den Kreishandwerksmeister zeichnet sich ein Zweikampf ab. Sowohl der bisherige Stellvertreter, Dachdecker-Obermeister Reinhard Esser (47), als auch Konditor-Obermeister Manfred Groth (65) wollen im März kandidieren.
Reinhard Esser erklärte der RP nach Rücksprache mit seinem Bruder (mit dem er gemeinsam den Betrieb führt): „Ich werd’s wohl machen.“ Dagegen hat das wohl prominenteste Mitglied der Sanitär-Innung, Karnevalsprinz Georg Haaß, Gerüchten widersprochen und eine Kandidatur ausgeschlossen. „Ich stehe nicht zur Verfügung. Ich schaffe das zeitlich einfach nicht“, sagte er. Genau das sieht Konditormeister Manfred Groth als seinen großen Pluspunkt bei der Kandidatur. „Ich habe mich aus dem Betrieb zurückgezogen und habe Zeit für das Amt“, erklärte er. Zudem könne er durch seine 15-jährige Tätigkeit als Obermeister ausreichend Erfahrung vorweisen. Erste Reformideen hat er schon: Den Vorsitz im Jugendförderungswerk und der Schweißtechnischen Kursstätte (SK) soll der Kreishandwerksmeister nicht auch noch übernehmen. „Ich bin für Gewaltenteilung.“ Außerdem will der 65-Jährige den Vorstand, in dem zehn von insgesamt 18 Innungsmitgliedern vertreten sind, verkleinern. Sein Alter sieht er nicht als Problem: „Ich bin nicht zu alt. Ich weiß, was in den Betrieben läuft.“ Die Sympathien im Vorstand liegen dagegen wohl bei Esser: „Wenn der Esser das will, schafft der das“, schätzt ein Mitglied.
Auch bei der Neubesetzung des Geschäftsführer-Postens gibt es Bewegung. Obwohl die Ausschreibung erst diese Woche öffentlich wird, haben sich bereits drei Interessenten gemeldet. Übrigens allesamt Juristen.
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