Mönchengladbach: Haufenweise Müll
VON GARNET MANECKE - zuletzt aktualisiert: 29.10.2008Mönchengladbach (RPO). Viele der 200 Sammelcontainer für Glas, Papier und Altkleider in der Stadt werden immer wieder zu wilden Müllkippen. Ein Ärgernis für die Bürger. Stadt und GEM versuchen, das Problem in den Griff zu kriegen.
Jedes Mal wenn Volker Körfer durch Pongs fährt, fühlt er, wie der Ärger in ihm hoch kriecht. Auslöser sind Kleidercontainer, an denen wild abgestellter Sperrmüll und Unrat wuchert. „An der geplanten Trasse am mittleren Ring hat sich kubikmeterweise Müll angehäuft“, ärgert sich der CDU-Sprecher der Bezirksfraktion Rheydt-West. Bei der letzten Sitzung der Bezirksvertretung hat er deshalb eine Anfrage an die Stadt gestellt, den Container zu entfernen und das Aufstellen privater Sammelcontainer ganz zu verbieten.
Ratten und andere Schädlinge
Die Standorte ändern sich, das Problem bleibt gleich: Die Umgebung vieler Sammelcontainer für Glas, Papier und Altkleider in der Stadt wird als Entsorgungsstelle für Müll jeglicher Art missbraucht. Dabei ist das Problem keinesfalls rein ästhetischer Natur. Durch den Unrat können Ratten und andere Schädlinge angelockt werden.
Vermüllte Container
Hotline Wilde Müllkippen können an der städtischen Hotline gemeldet werden. Die Nummer 02161/ 25 95 25 ist montags bis freitags von 7.30 bis 22 Uhr besetzt.
Ärgert Sie auch ein total vermüllter Sammelcontainer? Schicken Sie uns ein Foto mit ihrem Namen und der Beschreibung des Standortes an redaktion.moenchengladbach@rheinische-post.de.
„Die GEM hat den Auftrag, die Container-Standorte regelmäßig zu reinigen“, berichtet Walter Schröders, Pressesprecher der Stadt. Dabei richtet sich der Reinigungsturnus nach dem Verschmutzungsgrad der Standorte. Wo häufig Schmutz anfällt, dort wird häufiger gereinigt. Der Auftrag an die GEM bezieht sich nur auf die rund 200 mit städtischer Genehmigung aufgestellten Container.
Für die GEM ist die Aufgabe nicht immer leicht. „Wir haben einige Standorte, da stapelt sich eine halbe Stunde nach der Reinigung schon wieder der Müll“, berichtet GEM-Betriebsleiter Wilfried Theißen. In zwei Schichten, früh und spät, rücken die Reinigungsteams bei der GEM täglich aus. „Weggeräumt wird in der Regel alles“, versichert Theißen. Eine Ausnahme sind Schadstoffe, weil die getrennt entsorgt werden müssen.
Anders sieht es bei den Containern für Altkleider aus. „Die einzigen genehmigten Container sind von der Katholischen Arbeiterbewegung und caritativen Einrichtungen wie Malteser oder Rotes Kreuz“, betont Schröders. „Wird uns da eine Verunreinigung gemeldet, wenden wir uns an die Einrichtungen.“ Die Erfahrung habe gezeigt, dass die Institutionen sofort reagierten und die Container reinigten.
Anders liegt die Sache bei kommerziellen Anbietern. „Es gibt keinen genehmigten privaten Container im öffentlichen Raum“, betont Schröders. Fällt so ein Container auf, wird der Eigentümer mittels eines Aufklebers aufgefordert, den Container zu entfernen. Kommt er der Aufforderung nicht nach, entfernt die Stadt. Ist der Eigentümer bekannt, muss er die Kosten tragen. In allen anderen Fällen verwertet die Stadt das Metall des Containers.
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