Mönchengladbach: Haus Westland: Politik will weiter verhandeln
zuletzt aktualisiert: 15.02.2008Mönchengladbach (RPO). Obwohl auch das neuerliche Angebot des Eigentümers von Haus Westland weit von den Vorstellungen der Stadt entfernt ist, wollen die verantwortlichen Politiker das Projekt noch nicht endgültig abschreiben.
Die britische Numisma-Gruppe, denen der einstige Vorzeige-Bau gegenüber des Hauptbahnhofs inzwischen gehört, will weiterhin aus Kostengründen nicht neu bauen. Der markante Turm soll stehen bleiben, die beiden Flügel des Gebäudes an der linken und rechten Seite sollen renoviert werden, so dass sie heutigem Standard entsprechen. An der Rückfront möchte der Eigentümer fünfgeschossig neu bauen: mit Parkhaus, Hotel und viel größerer Einzelhandelsfläche als ursprünglich vorgesehen.
Die Numisma-Gruppe wirbt weiter um die Stadtverwaltung als größten Mieter für die Büros. Der Rat hatte allerdings entschieden, die Verwaltung nur in einen Neubau ziehen zu lassen. Bedenken gibt es gegen den Preis, die Aufteilung der Gebäude und seit der neuerlichen Verhandlungsrunde vor allem auch wegen der Pläne, Einzelhandel im größeren Stile im Haus Westland anzusiedeln. Der Investor soll aber die Möglichkeit bekommen, die Pläne noch einmal nachzubessern.
Die Stadt hat eine vergleichsweise komfortable Verhandlungsposition. Denn noch gehört ihr das Grundstück, das nötig ist, um zur Steinmetzstraße hin das Parkhaus zu bauen. Das ist aber wohl nötig, um das große Gebäude wirtschaftlich zu betreiben – ebenso wie der Großmieter Stadtverwaltung. Scheitern die Verhandlungen, würde die Verwaltung möglicherweise neu bauen.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.



