Mönchengladbach: Heiligabend bei Aymanns
VON NADINE FISCHER - zuletzt aktualisiert: 24.12.2007 - 10:56Mönchengladbach (RPO). Die Nummer 24 im RP-Adventskalender: Das ist der Kindergarten „Villa Sonnenschein“. Familie Aymanns hat sehr viel mit dem Haus zu tun. Sie erzählt, wie sie Weihnachten verbringt: mit Geschenken, Essen und Oma.
Nikolausstraße 24 - diese Adresse klingt nach Advent, Winter und Weihnachten. Hier öffnet Familie Aymanns aus Hardt das letzte Türchen unseres Adventskalenders. Weil die Kindertagesstätte „Villa Sonnenschein“, die dort steht, einfach zu ihrem Leben dazu gehört: Mama Tatjana Aymanns (34) sitzt seit fast fünf Jahren im Elternrat. Sohn Jona (7) besuchte die Sonnengruppe, Tochter Amelie (4) ist im Moment ein Sonnen-Kind. Und Papa Olaf (35) holt sie immer brav von der Kita ab, wenn es sein Job als Krankenpfleger im Maria Hilf zulässt. Gemeinsam erzählen sie, wie sie heute Weihnachten feiern. Obwohl - das meiste erzählt dann doch Jona.
Papa Olaf muss heute Vormittag noch arbeiten. Aber um 16 Uhr sitzt er dann mit seiner Familie in der Nikolauskirche. „Ich spiele den Sternenträger in der Weihnachtsgeschichte“, sagt Jona. „Und ich einen Engel“, ergänzt Amelie. Jona weiß schon ganz genau, wie es danach zu Hause weiter geht: „Dann müssen wir vor der Wohnzimmer-Türe warten. Und wenn Mama klingelt, gibt‘s die Geschenke“. Halt, Jona hat doch noch etwas vergessen: „Papa will, dass wir erst noch ,O Tannenbaum’ singen“. Vor dem mit roten Kugeln, Glasvögeln und Elektrokerzen geschmückten Weihnachtsbaum, versteht sich.
Jona hat ihn übrigens höchstpersönlich ausgesucht, auf einem Hof in Rheindahlen. „Da gab‘s auch ein paar schiefe Tannen, aber Papa will immer einen ganz geraden Baum, und ich wollte dann auch lieber einen geraden“, sagt der Siebenjährige. Wenn Familie Aymanns gesungen hat, gibt es dann aber wirklich die Geschenke. Amelie hofft, dass sie vom Christkind eine Barbie-Kutsche und ein Playmobil-Schloss bekommt. So, wie sie es ihrer Mama für den Wunschzettel diktiert hat. Für Jona soll das Christkind eine Nintendo-Spielekonsole bringen. Ob er sie auch unter dem kerzengeraden Christbaum finden wird, ist jetzt natürlich noch nicht klar.
Aber Jona ist sicher, dass dort ein Schlagzeug stehen wird. Denn „das schenkt mir der Papa, das weiß ich schon.“ Bei den Aymanns ist das nämlich so: Nicht nur das Christkind verteilt Präsente. „Die Menschen, die sich lieb haben, schenken sich auch etwas“, sagt Mama Tatjana. Wenn jeder seine Päckchen ausgepackt hat, tischt die gelernte Krankenschwester Fondue auf. „Und für die Kinder auch ein paar Brühwürstchen.“
Den Rest des Abends hat zumindest Jona auch schon verplant: „Ich werde ganz, ganz viel Schlagzeug spielen.“ Da muss Oma Ruth dann wohl durch - sie feiert nämlich auch mit.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







