Mönchengladbach: Helikoptereinsatz gegen Giftraupen
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 05.05.2010 - 16:47Mönchengladbach (RPO). Sie sorgen für Juckreiz und Atemnot: Die feinen Härchen des Eichenprozessionsspinners sind für Menschen nicht ungefährlich. Deshalb werden die Larven zurzeit an verschiedenen Autobahnen bekämpft. Wenn das Wetter trocken bleibt, wird am Donnerstag im Bereich Mönchengladbach ein Helikopter unterwegs sein, der die Raupen aus der Luft mit einem biologisch unbedenklichen Insektizid besprüht.
Geplante Einsatzorte sind ab 8 Uhr: die A 44 zwischen Kreuz Neersen und dem Anschluss Forstwald, die A 52 zwischen der Raststätte Cloerbruch und der Anschlussstelle Schwalmtal sowie die A 61 zwischen dem Anschluss Güdderath und dem Grenzübergang in die Niederlande.
Das kann unter Umständen zu Verkehrsbehinderungen führen. Denn der Hubschraubereinsatz wird durch eine so genannte bewegliche Baustelle begleitet. Wie Norbert Cleve von der Autobahnniederlassung Krefeld erläutert, wird dort, wo der Helikopter in der Luft ist, ein Fahrstreifen gesperrt. Das geschehe aus Sicherheitsgründen, damit die Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet und abgelenkt werden.
Der Eichenprozessionsspinner ist ein Forstschädling, der Eichen befällt. Die Larve des Nachtfalters ernährt sich von frisch getriebenen Eichenblättern in den Kronen. Daher sei die Bekämpfung aus der Luft besonders effektiv. Cleve: „Wir haben das vor drei Jahren im Bereich Wesel zum ersten Mal getestet und sehr gute Ergebnisse gehabt.“
Würden die Raupen nicht bekämpft, wären die Mitarbeiter der Autobahnmeisterei das ganze Jahr über gefährdet, erklärt Cleve. Das Insektizid, das nur Auswirkungen auf die Larve des Eichenprozessionsspinners habe, lasse sie nach vier Tagen absterben, bevor die Gifthaare sich ausbilden können.
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