Mönchengladbach: Hochschule: Herbst 2010 soll der Umbau beginnen
VON SEBASTIAN RADERMACHER - zuletzt aktualisiert: 01.12.2009Mönchengladbach (RPO). Die Raumnot an der Hochschule Niederrhein (HN) ist akuter denn je. Die Auslastungsquote liegt momentan bei 132 Prozent und sorgtfür einen hohen Studentenüberschuss und erdrückenden Platzmangel. Das soll sich aber bald ändern.
Zwischen der Richard-Wagner-Straße und der Theodor-Heuss-Straße entsteht ein winkelförmiges, dreigeschossiges Gebäude. "Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im Herbst 2010 beginnen", sagt Erika Böttcher, Pressesprecherin des Bau- und Liegenschaftsbetriebs (BLB) NRW auf RP-Anfrage. Zu Beginn des Wintersemesters 2011 soll der Neubau auf dem Campus fertig sein.
Bis dahin werden noch einige uralte Hochschulgebäude abgerissen und durch neue Hörsäle, Labore und Seminarräume ersetzt. Auf 3800 Quadratmetern haben die Studenten in dem neuen Gebäude dann viel Platz für Vorlesungen, Seminare und Laborarbeiten. Der Neubau auf dem Gelände der HN ist eines von zwölf Projekten aus dem Hochschulmodernisierungsprogramm des Landes. "Das Projekt in Gladbach ist mit am weitesten entwickelt in NRW", sagt Böttcher.
Die Kosten seien abgesteckt, ein Generalplaner und ein Architekturbüro seien bereits beauftragt. Mehr als 17 Millionen Euro kostet das komplette Unterfangen, das sich in drei große Bauabschnitte gliedert. Rund 15 Millionen Euro werden vom Land bezuschusst. Die restlichen Kosten muss die Hochschule aus ihrem eigenen Haushalt übernehmen.
Neben dem Neubau zwischen Theodor-Heuss- und Richard-Wagner-Straße, durch den die Raumnot in den Fachbereichen Wirtschaft sowie Textil und Bekleidung gelindert werden soll, ist im Zentrum des Geländes auch der Bau einer neuen Bibliothek vorgesehen. Zudem wird die bisherige Bibliothek der Wirtschaftswissenschaftler saniert.
Wann diese Arbeiten beginnen werden, steht aber noch nicht fest. Für Rudolf Haupt ist die aktuelle Situation eindeutig. "Wir haben momentan einfach zu wenig Räume für zu viele Studenten, und sind daher auf das neue Gebäude extrem angewiesen", sagt der Pressesprecher der Hochschule. Studiengebühren werden für die umfangreichen Bauarbeiten nicht verwendet, so Haupt.
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