Mönchengladbach: Hochschule: Neue Filialen, aber nicht in MG
VON HOLGER HINTZEN - zuletzt aktualisiert: 21.05.2008Mönchengladbach (RPO). Die Hochschule Niederrhein (HN) ist von mehreren Städten in der Region gefragt worden, ob sie dort eine neue Niederlassung einrichten wolle. „Wir haben das grundsätzlich bejaht“, erklärte HN-Sprecher Rudolf Haupt gestern.
Zwar könne die Hochschule an ihren Standorten Mönchengladbach und Krefeld noch mehr Studenten langfristig aufnehmen, sofern auch mehr Dozenten eingestellt werden können. Eine Nutzung von frei werdenden Gebäuden im Hauptquartier nach einem Abzug der britischen Streitkräfte kommt nach Angaben von Professor Michael Lent, Prorektor für Lehre und Studium, für die Hochschule derzeit nicht in Betracht.
Das Interesse von niederrheinischen Städten, die Hochschule in ihre Mauern zu holen, hat dank Plänen des nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministers Andreas Pinkwart einen durchaus realistischen Hintergrund. Pinkwart will die Hochschullandschaft in den kommenden Jahren kräftig düngen. Dazu gehören neben neuen Studienplätzen und drei neuen Fachhochschulen auch Pläne, an bestehenden Hochschulen neue Zweige sprießen zu lassen.
Interesse daran habe die Hochschule Niederrhein, bestätigt auch Prorektor Lent. „Allerdings kann es nicht darum gehen, Bereiche einfach auszulagern oder doppelt anzubieten. Es muss schon etwas Neues sein, das mit der regionalen Struktur zusammenpasst.“
Bei der Suche nach Andock-Möglichkeiten für die HN braucht man gar nicht weit zu reisen. Ein denkbarer Standort wäre beispielsweise Straelen, das sich mächtig um Fördermittel der Europäischen Union bemüht und zum Zentrum einer der wettbewerbsfähigsten Agrar-Regionen werden will. Die Hochschule Niederrhein verfügt mit Fachbereichen wie Ernährungswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Maschinenbau bereits über Experten angrenzender Wissensgebiete.
Die kürzlich erst vorgestellten Pläne, den Standort in Mönchengladbach bis zum Jahr 2012 für 25 Millionen Euro mit Neubauten in einen modernen Campus zu verwandeln, tun solche Überlegungen keinen Abbruch. Diese Pläne, so Lent, will die Hochschule weiter verfolgen. Darum stehe auch das Hauptquartier nicht zur Debatte: „Jetzt wieder etwas Neues zu fordern und dauernd hüh und hott zu rufen, macht keinen Sinn.“
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






