Mönchengladbach: Hoffnung für den Römerbrunnen
VON INGE SCHNETTLER - zuletzt aktualisiert: 29.05.2008Mönchengladbach (RPO). Verhalten optimistisch und hoffnungsfroh: So lassen sich die Reaktionen auf die plötzlichen und umfassenden Aktivitäten am Römerbrunnen beschreiben. „Wir sehen, dass tatsächlich etwas an den Häusern und am Areal getan wird. Das ist gut so“, sagte Oberbürgermeister Norbert Bude gestern. „Die Grand City Group aus Berlin hat nicht nur Pläne vorgezeigt und geredet, sondern tatsächlich gehandelt.“ Die Berliner Immobiliengruppe hatte vor einem Jahr die elf völlig herunter gekommenen Hochhäuser an der Giesenkirchener Straße gekauft. Inzwischen wurde die Außenanlage in Ordnung gebracht, neue Spielgeräte stehen auf frisch gemähtem Rasen, und überall wuseln geschäftige Handwerker umher.
Heinz-Josef Claßen, der lange Zeit dem Arbeitskreis Römerbrunnen vorstand und mit der Problematik allerbestens vertraut ist, machte gestern einen Spaziergang durchs Gelände. „Es ist wirklich unfassbar. Nach all den Jahren ist da endlich richtig viel los. Da passiert wirklich etwas.“ Er habe immer gehofft, dass endlich etwas für die Mieter des Römerbrunnens getan wird. Jetzt haben einige Häuser bereits neue Eingangsbereiche bekommen, Klingelanlagen blitzen, Videokameras überwachen in den Häusern und im Außenbereich das Kommen und Gehen.
Kürzlich hatte es ein Treffen im Rathaus gegeben. Teilnehmer waren Sozialdezernent Dr. Michael Schmitz, Annegret Bechinger, Büroleiterin des Oberbürgermeister, und Mischa Sumin. Er stellte die Pläne der Grand City Group vor. In gleicher Funktion war der Mann aus Berlin schon diverse Male in Gladbach: für die Adam-Group und die Maria-Hilf GmbH. Beide hatten Interesse am Römerbrunnen bekundet. Jetzt kam er als Vertreter der Grand City Group. „Nach all den enttäuschenden Vorgeschichten habe ich jetzt doch den Eindruck, dass die es ernst meinen“, sagt Annegret Bechinger. „Das sind natürlich keine Sozialarbeiter, die haben wirtschaftliche Interessen.“
Langfristig wird die Firma Gewinne aus dem Römerbrunnen ziehen. Ende 2014 läuft die Mietpreis-Bindung aus, dann werden die Mieten deutlich steigen. Langfristig ist auch die Terminplanung der Grand City Group. „Es wird einige Jahre dauern, bis alle elf Häuser saniert sind“, hieß es. Thomas Patalas, der für die neue Eigentümerin Öffentlichkeitsarbeit macht, meint: „Nach all den schlechten Nachrichten aus dem Römerbrunnen bin ich jetzt ganz sicher, dass sich hier alles zum Guten wendet.“
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