Mönchengladbach: Hoffnung für die Münster-Skulptur
VON INGE SCHNETTLER - zuletzt aktualisiert: 07.09.2010Mönchengladbach (RPO). Heinz Oberlack ist erleichtert. "Ich bin froh, dass der Kulturausschuss die Entscheidung, ob die Stadt das Kunstwerk von Maria Lehnen als Geschenk annimmt oder nicht, verschoben hat", sagte der Vorsitzende des Münsterbauvereins. Denn vor der Sitzung sei ihm gesagt worden, die Stadt sei gegen die Schenkung. "Jetzt habe ich wieder Hoffnung, dass dies Figur bleiben kann." Damit ist er nicht alleine. Oberbürgermeister Nobert Bude hatte bereits signalisiert, er würde die Skulptur gern dauerhaft vor dem Münster sehen. Und wenn es nach Ulrich Elsen ginge, würde die Stadt das Kunstwerk mit einem herzlichen Dankeschön annehmen. Der Vorsitzende des Kulturausschusses hatte die Sitzung in der vergangenen Woche unterbrochen, "um zu verhindern, dass es zu einer querlaufenden Diskussion kommt."
Seit Februar steht die Figur von Maria Lehnen auf dem Platz vor dem Hauptportal des Münsters. Einigen Gladbachern gefällt sie dort so gut, dass sie sie der Künstlerin abkaufen und der Stadt schenken wollen. Immerhin wollen sie dafür mehr als 30 000 Euro auf den Tisch legen. Doch die Politik ziert sich. Schließlich sei das Geschenk mit der Bedingung verbunden, dass sie auf keinen Fall versetzt werden dürfe. Die Verwaltung soll jetzt eine Klausel entwickeln, die zukünftige Geschenke an die Stadt von Bedingungen abkoppelt. "Das hat nichts mit der Qualität des Kunstwerks zu tun, auch nicht mit einer eventuellen Gefährdung von Passanten. Es handelt sich allein um eine politische Entscheidung", erläuterte gestern Grünen-Chef Karl Sasserath.
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