Mönchengladbach: HQ: "Rechnen mit Verzögerung"
VON ANDREAS GRUHN - zuletzt aktualisiert: 10.02.2010Mönchengladbach (RPO). Das JHQ könnte möglicherweise erst im Jahr 2013 statt bereits ein Jahr früher geschlossen werden. Das sagte der britische Verbindungsoffizier Alistair Clark bei einem Besuch der Offiziervereinigung im Reservistenverband. Es sei denkbar, dass zunächst alle britischen Einheiten der Region in Rheindahlen und Elmpt konzentriert werden, sagte Alistair Clark: "Wir rechnen jetzt mit Verzögerungen." Das teilte der Reservisten-Verband mit.
Von der britischen Regierung war vorgesehen, das "Schnelle Nato-Eingreifcorps ARRC" ab April aus Rheindahlen abzuziehen. Dabei bleibt es zunächst auch. 60 Prozent der britischen Streitkräfte bleiben nach dem Plan noch länger im Hauptquartier. Nun wird sich die Schließung der gesamten Garnison wohl weiter verzögern. "Wir haben immer noch keinen festen Termin", sagte Clark bei den Bundeswehr-Reservisten. Die Garnison umfasst das JHQ und den ehemaligen Flugplatz Brüggen. An beiden Standorten leben und arbeiten rund 8000 Soldaten, ihre Familien und Zivilangestellte.
Hintergrund seien die in Großbritannien anstehenden Neuwahlen. Zudem werde der Verteidigungsetat unter anderem durch den Afghanistan-Einsatz schwer belastet. Außerdem fehlten in Großbritannien noch Unterbringungsmöglichkeiten für britische Soldaten und deren Familien. Die müssten erst geschaffen werden.
Rückgabe der Wohnhäuser
Derweil läuft in Mönchengladbach schon die Rückgabe der Wohnhäuser, die außerhalb des JHQ von britischen Soldaten bewohnt werden. Nahezu alle Immobilien sollen in den nächsten 18 Monaten an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) zurückgegeben werden. In Windberg wurden bereits einige Häuser von der Bima vermarktet.
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