Mönchengladbach: Hunderte Rodler im Stadtwald
VON BENEDIKT PETERS - zuletzt aktualisiert: 06.01.2009Mönchengladbach (RPO). In Rheydt waren gestern viele Rodler unterwegs. Mehrere hundert junge und ältere Menschen nutzten den Neuschnee und das kalte Wetter und machten einen Ausflug zum Monte Klamotte, der eine der besten Rodelmöglichkeiten der Stadt bietet.
Viele Mönchengladbacher Kinder waren gestern Morgen glücklich. Die Kälte konnte sie nicht abschrecken. Dazu war der Schnee vor ihrer Haustür zu verführerisch. Flugs wurden die Schlitten aus den Garagen geholt. Damit ging es in den Rheydter Stadtwald. Dort liegt der Hügel Monte Klamotte. Mit seinem 133 Meter über dem Meeresspiegel liegenden „Gipfel“ ist er die höchste Erhebung in der Stadt und bietet mit einem etwa 60 Meter langen Hang eine gute Rodelbahn, die man mit dem Schlitten hinuntersausen kann. Dort wurden gestern mehrere hundert Schlittenfahrer zu kleinen Gipfelstürmern, um mit ihren Rodeln zu Tal zu rauschen.
„Auf in den Stadtwald“, sagten sich auch Jens (6) und Elke Dreßen (45). „Auch wenn der Monte Klamott nicht gerade der höchste Berg ist, zum Schlittenfahren reicht das allemal“, ist Elke Dreßen überzeugt. Mit ihrem Sohn Jens kam die 45-Jährige aus Wegberg in den Stadtwald. „Bei uns in der Gegend gibt es so einen großen Hang zum Schlittenfahren nicht. Als gebürtiges Rheydter Mädchen weiß ich nur zu gut: Bei so viel Schnee kann man im Stadtwald prima rodeln“, erzählt die Mutter. Das bestätigt auch Sohn Jens. „Das Rodeln macht richtig viel Spaß“, sagt der Sechsjährige und lächelt. Ob die Mama dabei mit auf dem Schlitten sitzt oder Jens den Hang alleine hinunter düst, ist ihm egal.
Einsam wird man beim Rodeln im Stadtwald so oder so nicht: Auf dem großen Hang des Monte Klamotte tummeln sich an diesem Vormittag etwa dreihundert Kinder mit ihren Eltern. Auch die siebenjährigen Jana und Fiona wollten den Neuschnee nutzen. Die Nachbarskinder aus Hockstein schnappten sich ihre Väter Dominik Lang und Thorsten Dogondke und zogen mit ihren Schlitten in den Stadtwald. Sie wollen den Tag so gut wie möglich nutzen. „Man weiß ja nie, wie lange der Schnee liegen bleibt“, sagt Fionas Vater.
Sören Wülfert denkt ähnlich. Der Elfjährige ist auf einem Kindersnowboard unterwegs und froh, dass er sein Weihnachtsgeschenk noch in diesem Winter herausholen konnte: „Ich benutze das Board wie einen Schlitten. Ich setze mich einfach darauf und los geht’s“ sagt er. „Wenn der Schnee frisch ist und ziemlich hoch liegt, ist man mit einem normalen Schlitten besser unterwegs. Aber jetzt ist der Schnee schon ziemlich festgedrückt, dadurch bin ich auf meinem Snowboard schneller“, erklärt Sören. Bei seiner nächsten Abfahrt zeigt sich, dass der Junge richtig liegt. Ruckzuck gleitet er den Hang mit Schmackes hinunter.
Andere Kinder lassen es da ruhiger angehen. Noel Hermes hat einen Schneemann gebaut. Danach macht er es sich auf einem Baumstamm gemütlich und betrachtet zufrieden sein Kunstwerk. Fehlt da nicht noch etwas? „Ach ja, die Möhre!“ Eilig verpasst der Elfjährige seinem Schneemann noch die Nase. „Ich habe den Wetterbericht gesehen. Der Schneemann hält bestimmt noch ziemlich lange“, sagt Noel und schmunzelt. Das würde auch die Rodler freuen.
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