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Mönchengladbach: Hundewiesen – so geht's

VON INGE SCHNETTLER - zuletzt aktualisiert: 04.03.2009

Mönchengladbach (RPO). Die CDU Rheydt-Mitte ging am Dienstag in den Bresgespark. Sechs Hunde und Vorstandsmitglieder der Hundelobby starteten den Test vor Ort. Schnell war klar: Eine Hundewiese ist kein Hexenwerk.

Dieser Ortstermin war voll und ganz nach dem Geschmack von Bonny, Zottel, Micha, Wilma, Raven und Felix. Die sechs Hunde waren in einer wichtigen Mission unterwegs. Auf Einladung des CDU-Vorstands Rheydt-Mitte testeten sie im Bresgespark, welche Bereiche sich als Freilaufflächen eignen könnten. Und das taten sie mit großer Begeisterung. "Wir wollen uns an Ort und Stelle ein Bild davon machen, wie so eine Hundewiese aussehen kann", sagte Kirsten Rahmen. Gemeinsam mit ihren CDU-Kollegen Joachim Roeske, Martin Kirschbaum und Sylvia Kaumanns durchwanderten sie das große Gelände. Fachkundige Begleitung kam von der Interessengemeinschaft "Hundelobby", die inzwischen 885 Mitglieder zählt.

Artgerechte Haltung

Zunächst durften die Hunde sich in einem Waldgebiet nahe dem Stockholtweg austoben. Diese Fläche könnte sich Kirsten Rahmen durchaus als Freilauffläche vorstellen. "Zu den Pflichten der Hundebesitzer gehört auch, dass die Tiere artgerecht gehalten werden", sagte sie. "Hunde, die immer an der Leine gehalten werden, können sich nicht entwickeln." Sie weiß, wovon sie spricht. Schließlich hat sie selbst eine Zwergpinscher-Dame, die auf den Namen Wilma hört und selbstverständlich gestern dabei war.

Wie groß muss eine Hundefreilauffläche sein? Wohin mit dem Kot? Wer hält die Fläche in Ordnung? Und muss diese eingezäunt werden? Diese Fragen wurden an Ort und Stelle diskutiert. Und überzeugend beantwortet – von den Hunden und ihren Besitzern. Felix hatte gerade sein Geschäft erledigt, als seine Hinterlassenschaft auch schon in einer Tüte verschwunden war. "Es ist für uns selbstverständlich, dass wir den Kot immer sofort wegräumen", sagte der Vorsitzende der Hundelobby, Gerd Gröne-Gormanns. Im Übrigen habe es bereits ein Gespräch mit Eugen Viehof von der Initiative "Clean-up" gegeben. "Wir haben beschlossen, in Zukunft eng zusammen zu arbeiten." Viehof habe zugesagt, an allen zukünftigen Hundewiesen Bello-Boxen aufstellen zu lassen.

Dass eine Hundewiese nicht eingezäunt werden muss, ergab sich allein aus der Beobachtung. Die sechs Hunde blieben während der kompletten Testphase in der Nähe ihrer Menschen. "Die Hunde brauchen keinen riesigen Platz, sie bleiben zusammen, quasi als geschlossene Gesellschaft", sagte Rolf Pfeifer von der Hundelobby. Deshalb sei auch kein teurer Zaun nötig. Voraussetzung für ein friedliches Miteinander sind allerdings verantwortungsbewusste Hundehalter und verträgliche Hunde.

Die Bezirksvertretungen werden in Kürze die Verwaltung beauftragen, nach geeigneten Flächen in den Stadtteilen zu suchen. "Wir haben heute gesehen, dass es gar nicht so kompliziert ist, Freilaufflächen zu finden", sagte Joachim Roeske. "Deshalb sollten wir die Bedingungen gar nicht so eng fassen. Die Verwaltung soll einfach prüfen, was wo geht." Bonny, Zottel, Micha, Wilma, Raven und Felix erfreuten sich inzwischen auf einer großen Rasenfläche des Lebens und miteinander. Zwischendurch labten sie sich am kühlen Wasser der Niers. Ein Paradies für Hunde, fanden sie. Der Bresgespark hat den Hundetest bestanden. Mit Auszeichnung.

Quelle: RP

 
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