Mönchengladbach: IHK: Industrie-Umsätze schrumpfen
VON CAROLA SIEDENTOP - zuletzt aktualisiert: 18.12.2008Mönchengladbach (RPO). Die Wirtschaftskrise hat bereits Auswirkungen auf die Industrie in Mönchengladbach: Um 3,9 Prozent ging der Umsatz im dritten Quartal bereits zurück, meldet die Industrie- und Handelskammer. Damit ist die Stadt besonders vom Negativ-Trend betroffen. Zwar hinterließ die Krise in diesem Zeitraum noch keine deutlichen Spuren bei der Industrie am Mittleren Niederrhein, doch es gibt deutliche konjunkturelle Bremsspuren, so die IHK. So legten zwar die Gesamtumsätze um 1,8 Prozent zu, blieben aber deutlich hinter dem sechsprozentigen Anstieg im Landesdurchschnitt.
Es gibt starke Unterschiede in den Regionen: Besonders gut scheinen die Betriebe im Rhein-Kreis Neuss gewappnet zu sein, deren Umsätze um 8,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zulegten. Die Auswirkungen sind hingegen an den Umsätzen in Krefeld (- 4,2 Prozent), Mönchengladbach (- 3,9 Prozent) und Viersen (- 0,8 Prozent) deutlich abzulesen. Auf dem Arbeitsmarkt schlägt sich diese Entwicklung nicht nieder: Die Zahl der Industriebeschäftigten am Mittleren Niederrhein stieg zum Vorjahresquartal um 1,9 Prozent an.
Dieser positive Trend galt für alle Regionen, wenn auch unterschiedlich stark. So legte die Industriebeschäftigung in Mönchengladbach mit 3,1 Prozent am kräftigsten zu, gefolgt von Krefeld (+ 2,7 Prozent), dem Rhein-Kreis Neuss (+ 1,5 Prozent) sowie dem Kreis Viersen (+ 0,4 Prozent). Allerdings ist auch dort eine Umkehr zu erwarten: „Der Arbeitsmarkt läuft dem Konjunkturzyklus zeitverzögert immer leicht hinterher“, gibt IHK-Geschäftsführer Rainer Növer zu bedenken. 2009 sei mit einer rückläufigen Beschäftigung zu rechnen.
Die Auslandsumsätze der Industrie zeigten mit einem Plus von 3,1 Prozent noch ein erfreulicheres Bild und stabilisierten die Exportquote auf 51 Prozent.
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