Mönchengladbach: Impfung soll Rinder retten
VON INGE SCHNETTLER - zuletzt aktualisiert: 12.04.2008Mönchengladbach (RPO). Peter Pflipsen ist sich noch nicht sicher, ob er seine Rinder gegen die Blauzungenkrankheit impfen lassen wird. Er wird seinen Tierarzt um Rat fragen. „Diese Krankheit kennen wir ja erst seit dem vergangenen Jahr“, sagt der Landwirt von der Viehstraße in Rheindahlen. „Ob die Impfung wirklich Erfolg haben wird, wissen wir noch gar nicht. Schließlich gibt es verschiedene Typen dieser Krankheit.“ Das Veterinäramt bietet eine Reihenimpfung gegen die heimtückische Krankheit an. Denn die Seuche brach 2007 in 24 Betrieben der Stadt aus, 21 Schafe und sieben Rinder starben daran. Nun will die Stadt Vorsorge treffen. 2700 Rinder und 2800 Schafe stehen beim Veterinäramt auf dem Impfplan. Die Landwirte werden in den nächsten Tagen über die Termine und den Ablauf informiert.
Die Blauzungenkrankheit ist eine Viruserkrankung, die durch Mücken übertragen wird. Sie tritt bei Rindern, Schafen und Wildwiederkäuern auf. Für Menschen ist sie ungefährlich. Das gilt auch für die Lebensmittel, die aus diesen Tieren gewonnen werden. „Wir müssen auch in diesem Jahr mit dem Ausbruch der Seuche rechnen“, heißt es von der Stadt. „Deshalb ist es notwendig, die Tiere zu schützen und die Betriebe vor wirtschaftlichem Schaden zu bewahren.“
Allerdings müssen die Landwirte selbst für die Kosten der Impfung aufkommen. „Ich gehe davon aus, dass ich pro Tier zwischen sieben und acht Euro zahlen muss“, sagt Peter Pflipsen. Bei einem Bestand von 70 Kühen und 60 Kälbern und Rindern ist das kein Pappenstiel. Der junge Bauer hatte in der Vergangenheit auch Verluste in seinem Stall. „Vielleicht hatten die Tiere die Blauzungenkrankheit, wir wussten nur bis zum letzten Jahr nichts davon“, sagt er.
Informationen unter Tel. 02161 252831, veterinaeramt@moenchengladbach.de.
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