Mönchengladbach: In Hardt rasen sie mit Schubkarren
VON CHRISTIAN LINGEN - zuletzt aktualisiert: 13.02.2012Mönchengladbach (RP). Zum 25. Mal richteten die Karnevalisten der Hardter Spönnradsbeen ihr Schubkarrenrennen aus. Zehn fantasievoll gestaltete Gefährte gingen an den Start.
Die Strecke führte die Rennfahrer rund um das Festzelt am Birkmannsweg. Am Ende war eine Eisenbahn ganz vorne.
Das Sessionsmotto wird bei der KG Spönnradsbeen jedes Jahr sehr wörtlich genommen und umgesetzt. So auch in dieser Session. Da fahren die Hardter Jecken nicht nur auf, sondern gleich mit Schubkarren ab – und zwar einmal rund um das Festzelt am Birkmannsweg. Zehn fantasievoll gestaltete Karren eiferten um den Sieg beim 25. Schubkarrenrennen.
Da trat ein Biergarten gegen eine Skipiste an, und eine Eisenbahn behauptete sich gegen einen Rollator. Bevor das richtige Rennen startete, bestritten die Tollitäten ein Schaulaufen. Prinz Hartmut II. konnte sich dabei problemlos durchsetzen. Da er in seiner Freizeit seine Fitness trainiert, war er bestens vorbereitet.
Spende für die Jecken
Sparkasse Aus dem Topf des PS-Zweckertrages erhielt die KG Spönnradsbeen Hardt 2000 Euro. Udo Claßen von der Sparkassenfiliale Hardt überreichte den symbolischen Scheck. Das Geld werden die Karnevalisten nutzen, um einen Teil der Kosten für die Session zu decken.
Orden für Nachwuchsmariechen
Eigentlich hätte die Tollität lieber ein anderes Gefährt gewählt. Vor der Bühne im Festzelt stand ein blaues Quad, das beim Prinzenpaar für große Augen sorgte. Doch Heino Lambertz, der Präsident der Spönnradsbeen, war dankbar, dass er nicht gegen einen motorisierten Prinzen antreten musste. Dennoch unterlag er der Tollität. Eine weitere Niederlage für die Hardter Jecken kassierte Kinderprinz Michael IV. Er unterlag dem Stadtkinderprinzen Jonas I.. Bevor es dann richtig losging, zeigte sich MKV-Boss Bernd Gothe begeistert von Hannah Scheepers. Das sechsjährige Mariechen tanzt in der Kindertanzgarde der Spönnradsbeen und überzeugte den Chefkarnevalisten. Dafür gab es von ihm den MKV-Orden. "Ich habe noch nie einen Orden bekommen", verriet Hannah Scheepers.
Im richtigen Schubkarrenrennen blieb Reiner Maaßen keine Chance. Er hatte einen Rollator auf seiner Karre und trat damit gegen die Eisenbahn von Lukas Zaum an. Dass Maaßen den Rollator eines Tages brauchen wird, hatte er auf einem Schild notiert. Dort stand geschrieben: "Ob mött Rollator oder Krücken, ich mott bis 67 vörr mie Jeld krücke." Auch Martina Höfer vom Damen-Elferrat hatte sich einiges einfallen lassen. Sie fuhr mit einem Cabrio. Die Schützen hatten Erwin Hermanns zu den Karnevalisten entsandt. Auf seiner Schubkarre war ein Biergarten zu sehen. Eine Toilette fuhr Hans-Rainer Büschgens spazieren. Bequemer hatte es da Sandra Armborts. Sie lag in einem Bett, das von ihrem Vater Thomas Armborst gefahren wurde.
In einem spannenden Rennen, das im K.-O.-Modus bestritten wurde, konnte sich schließlich Lukas Zaum mit seiner Eisenbahn durchsetzen. Dass die Schubkarre bei seinem Siegeslauf zu Bruch ging, spielte da keine Rolle mehr.
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