Mönchengladbach: Intelligenztest: Grübeln für die 130
VON NADINE FISCHER - zuletzt aktualisiert: 21.09.2009Mönchengladbach (RPO). Bernd Gretscher will unbedingt die 130 knacken. Vor ein paar Jahren hat er einen Intelligenztest gemacht, demnach liegt sein Intelligenzquotient bei 127. Das ist dem 35-Jährigen aber nicht genug, denn nur ab einem IQ von 130 würde ihn der Hochbegabtenverein Mensa als Mitglied aufnehmen. Also kam er am Samstagvormittag in die Familienbildungsstätte Rheydt und versuchte erneut sein Glück.
Mensa bot den etwa eineinhalbstündigen Test dort am vereinseigenen "Tag der Intelligenz" an. Darüber hinaus konnten die Besucher in einem Nebenraum Knobelspiele machen und sich über Hochbegabung informieren. Elf der rund 60 Mönchengladbacher Mensa-Mitglieder organisierten die Aktion. Neben Bernd Gretscher wagten sich sechs weitere Teilnehmer an die Test-Aufgaben. "Beim ersten Mal war ich unvorbereitet, diesmal habe ich geübt", erzählte er. Aus Prestigegründen wolle er zu Mensa, sagte Gretscher. Textaufgaben, Zahlenreihen und Sprach-Aufgaben musste der Gladbacher unter anderem versuchen zu lösen. "Mathe war supereinfach, Deutsch katastrophal", fasste er nach dem Test zusammen.
Gretscher war nicht alleine in die Familienbildungsstätte gekommen: Er hatte seinen Bekannten Raphael Handen "mitgeschleift", denn wer die Anmeldegebühr zahlte, ermöglichte kostenlos einer zweiten Person die Teilnahme. Handen war nicht ganz so motiviert wie sein Freund, "ich hatte auch die ganze Woche über keine Zeit, mich vorzubereiten", erzählte der 40-Jährige. In zwei Wochen erfahren die beiden ihre Ergebnisse. "Ein Psychologe wertet die Tests im Auftrag von Mensa aus", erklärte Anna Rogel, die Mönchengladbacher Ansprechpartnerin des Vereins. Zwei Dinge will Bernd Gretscher dann in 14 Tagen auf keinen Fall erfahren: Dass sein IQ niedriger ist als bei seinem ersten Test – und dass Raphael Handen besser war als er.
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