Mönchengladbach: Intercity: Bude wirbt dafür bei NRW-Minister
VON ANDREAS GRUHN - zuletzt aktualisiert: 06.10.2009Mönchengladbach (RPO). Der Mönchengladbacher Hauptbahnhof soll so schnell wir möglich an das nationale und internationale Fernverkehrs-Schienennetz angeschlossen werden. Das geht aus dem Projekt "Connecting Knowledge by Rail" (Rock) hervor, das die Stadt mit zehn Partnern aus den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Großbritannien gegründet hat. Ein Intercity soll dann in Gladbach halten. Dies ist der Wunsch von Oberbürgermeister Norbert Bude, mit dem er gestern auf der Immobilienmesse Expo Real in München den NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper (CDU) konfrontierte. "Eine direkte Verbindung Düsseldorf – Rotterdam und Den Haag muss im Landesinteresse sein", sagte Bude am Messestand der Region Niederrhein. Und natürlich solle diese Verbindung durch Mönchengladbach laufen.
Niederländische Hilfe
Am gemeinsamen Messestand mit vier weiteren Städten und Kreisen am Niederrhein profiliert sich Mönchengladbach als Logisitk-Standort. Unterstützung erhält Bude von niederländischer Seite. Verkehrsminister Camiel Eurlings bestätigte seine Absicht, zumindest von Eindhoven nach Düsseldorf eine direkte Zugverbindung via Mönchengladbach zu schaffen. Er sagte zu, die dafür nötigen Maßnahmen auch finanziell zu unterstützen. Die Stadt Düsseldorf erklärte zudem, dies würde für den Flughafen neue Märkte in den Niederlanden erschließen.
Verkehrsminister Lutz Lienenkämper sagte gestern auf der Messe: "Logistik ist die Schlüsselvoraussetzung für Prosperität. Mönchengladbach ist ein wichtiger Standort. Für die Region Niederrhein ist er das Tor zu den wichtigen Regionen außerhalb." Ob das Land NRW sich an dem Schienenausbau beteiligen werde, ließ Lienenkämper noch offen. Er sagte jedoch zu, das Projekt zu unterstützen und "sich in den weiteren Arbeiten einzubringen".
Dass eine Schnellschienenverbindung Mönchengladbach helfen würde, verdeutliche die Vorstellung der Initiative Rock bei der Europäischen Union vor wenigen Wochen. Dort erklärte der Mönchengladbacher Projektleiter Torsten Stamm vor ausländischen Experten, dass Mönchengladbach als 263000-Einwohnerstadt nicht an das Fernverkehrsnetz angeschlossen ist. Das Publikum soll entsetzt gewesen sein, berichtet die Stadt.
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