Mönchengladbach: Interesse an Impfung lässt deutlich nach
VON INGE SCHNETTLER - zuletzt aktualisiert: 30.11.2009 - 18:13Mönchengladbach (RPO). Die Schweinegrippe scheint ihren Schrecken weitgehend verloren zu haben. Nur noch etwa 50 Gladbacher pro Tag rufen die Hotline des Gesundheitsamtes an, um sich einen Impftermin geben zu lassen. In Spitzenzeiten waren es um die 800 besorgte Bürger.
„Das Interesse an der Impfung stagniert auf niedrigem Niveau”, sagte Stadtsprecher Dirk Rütten heute. Auch die Zahl der H1N1-Infizierten sinkt. In der vergangenen Woche wurden noch 66 Fälle von Schweinegrippe gemeldet, in der Woche davor waren es 100. Insgesamt haben sich in Mönchengladbach 513 Menschen mit dem Virus infiziert.
Keine Entwarnung
Das Gesundheitsamt registriert den Rückgang der Zahlen, wollen aber noch keine Entwarnung geben. Insgesamt haben sich bisher nur 5,2 Prozent der Gladbacher impfen lassen, das sind 13.500 Bürger. „Allerdings haben noch 11.000 Gladbacher Impftermine beim Gesundheitsamt oder bei den Ärzten vormerken lassen”, sagt Dirk Rütten.
Impfstoff sei, auch wegen der Impfzurückhaltung ausreichend vorhanden. Die Mediziner des Gesundheitsamtes raten weiterhin insbesondere chronisch Kranken sowie Beschäftigten in Gesundheitsberufen, die Impfung (sowie auch eine Impfung gegen Saisonale Grippe) durchführen zu lassen.
In Mönchengladbach war eine 48-Jährige, die allerdings an einer chronischen Lungenerkrankung litt, nach der Ansteckung mit der Neuen Grippe gestorben. Ein 51-jähriger ALS-Patient war fünf Tage nach der Impfung gegen das Virus gestorben.
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