Mönchengladbach: Jecke erobern Odenkirchen
VON CHRISTIAN LINGEN - zuletzt aktualisiert: 19.02.2009 - 12:07Mönchengladbach (RPO). Traditionell eröffneten am Donnerstag die Odenkirchener Weiber zusammen mit dem Prinzenpaar der Stadt Mönchengladbach und Bezirksvorsteherin Renate Zimmermanns als erster Stadtteil den Straßenkarneval.
Zusammen mit der KG Ruet-Wiss Okerke und den Karnevalsfreunden Schwarz-Gold Odenkirchen feierten jede Menge bunt kostümierte Narren vor dem Rathaus und sangen und schunkelten sich warm.
Nachdem die blaue Karnevalsfahne mit dem Schlachtruf „Halt Pohl” vor dem Rathaus gehisst war, ging es los. Die Show-Trompeten Odenkirchen zogen über die Burgstraße zur Bühne vor dem Rathaus und sorgten für Stimmung. Dann betrat Renate Zimmermanns die Bühne. In blauem Kleid, Zylinder auf dem Kopf und Reitgerte in der Hand sprach sie zum närrischen Volk. „Wir sind der Eisbrecher des Karnevals”, sagte sie und rief das Mönchengladbacher Prinzenpaar auf die Bühne.
Angeführt von der Familie Kunterbunt marschierten die Rheydter und die Gladbacher Prinzengarden vor der Bühne auf und geleiteten das Prinzenpaar durch die Menge. „Es gibt zwei Feiertage im Jahr: Muttertag und Altweiber”, sagte Niersia Ilona, deren Stimme nach den vielen der Session langsam nachließ.
Als die Karnevalsprinzessin einen Orden verlieh, stimmte Prinz Marcus I. „Komm hol das Lasso raus” an. MKV-Boss Bernd Gothe hatte für die Odenkirchener Bezirksvorsteherin ein ganz besonderes Geschenk mitgebracht: Ein Modell einer schwarzen Mercedes E-Klasse. „Ich brauche kein Dienstfahrzeug”, sagte Zimmermanns und drohte Bernd Gothe, ihm mit ihrer Reitgerte den Hintern zu versohlen. Dazu meinte Gothe: „Es sprach die Odenkirchener Bezirksdomina.”
Als Bernd Gothe die vielen Möhnen erblickte kam ihm seine Wette mit Oberbürgermeister Norbert Bude in den Sinn, 111 Möhnen auf den Rheydter Marktplatz und die Friedrichstraße zu locken. „Kommt nachher alle zum Rathaus Rheydt und auf die Friedrichstraße”, machte er Werbung.
Christine Houy, die die erste Möhne war, die von Renate Zimmermanns auf die Bühne geholt wurde, stimmte kopfnickend zu. Oberbürgermeister Norbert Bude wedelte jedoch schon siegessicher mit der Zahnbürste, mit der der Verlierer der Wette die Rheydter Rathaustreppe putzen muss und zwar „Zentimeter für Zentimeter”, wie Bude sagte.
Kurz vor dem Auftritt des Kinderprinzenpaares der Stadt Mönchengladbach, Yannik I. und Laura II., kam Gerda Kiesewalter vor die Bühne. Sie war als Möhne verkleidet, aus deren Handtasche ein Murmeltier schaute. Und auch Yannik I. und Laura II. waren verkleidet. Der Kinderprinz trug einen Tirolerhut und seine Prinzessin einen silbernen Heiligenschein.
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