Mönchengladbach: Jeder Vierte hat einen Migrationshintergrund
VON ELLEN SCHLÜTTER - zuletzt aktualisiert: 29.09.2009Mönchengladbach (RPO). Nordrhein-Westfalen ist weit stärker von Zuwanderung geprägt, als sich das allein in der Zahl der ausländischen Mitbürger widerspiegelt. Wie IT.NRW, Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt, mitteilt, hatten im Jahr 2008 fast 4,16 Millionen Menschen und damit nahezu jeder vierte Einwohner einen Migrationshintergrund.
Die Stadt Mönchengladbach liegt dabei nahe am Landesdurchschnitt von 23,1 Prozent. Von den rund 260 000 Einwohnern der Stadt haben 22,2 Prozent der Menschen einen Migrationshintergrund.
Zu den rund 1,9 Millionen ausländischen Staatsbürgern wurden in NRW auch 2,25 Millionen Personen einbezogen, die seit 1950 entweder selbst oder deren Eltern aus dem Ausland zugezogen sind. In Mönchengladbach halten sich diese beiden Gruppen – Ausländer und deutsche bzw. eingebürgerte Einwohner mit Migrationshintergrund – die Waage. Jeweils zirka 11,2 Prozent der Mönchengladbacher gehören diesen Gruppen zu. Damit liegt die Vitusstadt im Vergleich zu den anderen Städten und Kreisen im Landesmittelfeld.
Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund war im Jahr 2008 in Hagen mit 34 Prozent am höchsten, dahinter Solingen (32,4 Prozent)und Remscheid (32,3 Prozent). Die niedrigsten Anteile ermittelten die Statistiker für die Kreise Euskirchen (13,8), Wesel (11,9) und Coesfeld (7,8 Prozent).
Die Anteile von Personen mit Migrationshintergrund in Deutschland sowie Auswertungen über deren Beteiligung am Arbeitsmarkt und deren Lebenssituation lassen sich in den Publikationen "Bevölkerung nach Migrationsstatus regional" für die Jahre 2005, 2006 und 2007 vergleichen. Die Auswertungen sind als Gemeinschaftsprodukte der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder entstanden und stehen im Internet als PDF-Datei kostenlos zum Download zur Verfügung. Die dargestellten Ergebnisse sind meist Zusammenfassungen mehrer Landkreise und kreisfreier Städte, sodass sich die Aussagen auf Gebiete von 500 000 Einwohnern beziehen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






