Mönchengladbach: Junge Union attackiert FDP-Politiker Jansen-Winkeln
VON RALF JÜNGERMANN - zuletzt aktualisiert: 13.02.2012Mönchengladbach (RP). Die Nachwuchsorganisation der CDU ist sich vollkommen einig: Bei den Wahlen bekamen Martin Heinen, Vorsitzender der Jungen Union, und sein neuer Stellvertreter Andreas Kowalewski 100 Prozent der Stimmen.
Genau so eindeutig wurde bei der Mitgliederversammlung im Geneickener Bahnhof die Frage beantwortet, wo der politische Gegner sitzt. Sowohl Martin Heinen als auch der bisherige Stellvertreter Frank Eibenberger, der nach 19 JU-Jahren altersbedingt ausscheidet, attackierten in ihren Reden heftig die Liberalen und vor allem deren Fraktionsvorsitzenden Dr. Anno Jansen-Winkeln.
Ein "glitschiger Aal"
Solange Jansen-Winkeln diese Position innehabe, komme die FDP nicht mehr als Partner der CDU in Frage, sagte Heinen. "Ihm geht es mehr um seinen persönlichen Vorteil als um das Wohl der Stadt", so der JU-Vorsitzende, der Jansen-Winkeln als "glitschigen Aal" bezeichnete. Frank Eibenberger haute vor den 31 Mitgliedern in dieselbe Kerbe. Die oberlehrerhafte Art des FDP-Fraktionsvorsitzenden sei schwer zu ertragen. "Ich hoffe, dass uns die Wähler diesen Mann beim nächsten Mal ersparen", so Eibenberger.
Die Junge Union will in den kommenden Monaten ein Positionspapier erarbeiten. Zu den Schwerpunktthemen, die bei der Mitgliederversammlung definiert wurden, gehört der demographische Wandel. Sehr zur Freude des CDU-Fraktionsvorsitzenden Dr. Hans-Peter Schlegelmilch, der eines der Grussworte sprach. "Als Reaktion auf den demographischen Wandel reicht es nicht, im Hardter Wald ein paar Sportgeräte für Senioren aufzubauen", sagte Schlegelmilch. Da nickte der komplett vertretene Vorstand der Senioren-Union, der seit längerem ein enges Verhältnis zur JU pflegt.
Der Landtagsabgeordnete Michael Schroeren verteidigte die Diätenerhöhung für die Abgeordneten und zeigte sich skeptisch, was den Stärkungspakt Stadtfinanzen anlangt. "Wir wollen wissen, wo gespart werden soll", sagte Schroeren. Bis jetzt sei entgegen der vollmundigen Ankündigungen kein einziger Euro nach Mönchengladbach geflossen. "Ich kann nur sagen: Spitz, pass auf!"
Wolfgang Wolff, stellvertretender Vorsitzender der Kreispartei und von Beruf Lehrer, drückte es just am Tag, an dem die Schüler Halbtagszeugnisse bekommen hatten, schultechnisch aus: "Bei der Ampel ist die Versetzung stark gefährdet. Eine Wiederholung sollte es aber auf keinen Fall geben."
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