Mönchengladbach: Käufer horten Glühlampen
VON SVEN DURGUNLAR - zuletzt aktualisiert: 25.09.2009Mönchengladbach (RPO). Einige wenige sind noch da. Beim Gladbacher Baumarkt Hornbach gibt es nur noch wenige 60-Watt-Glühlampen. Auch die 75er werden langsam knapp. "Die Nachfrage ist in den vergangenen Wochen stark gestiegen", sagt Verkäufer Önder Aynoli. Auch andere Händler berichten von steigenden Umsätzen aus dem Glühbirnen-Verkauf.
Seitdem das EU-weite Verbot für Glühlampen beschlossen ist, steigen auch in Mönchengladbach die Verkaufszahlen für die herkömmlichen Leuchtmittel an. "Die Leute hamstern die Glühbirnen wie jeck", sagt Schaffrath-Sprecherin Petra Fischer. Großpackungen à 50 Glühlampen bestellten Kunden bei Saturn, um noch ausreichend Leuchtmittel zu haben, wenn künftig gar keine Glühlampen im Handel erhältlich sind.
Zum 1. September verbot eine EU-Richtlinie 100-Watt-Glühlampen, im nächsten Jahr folgt dann die zweite Stufe, in der die 75-Watt-Lampen verboten werden. Schritt für Schritt sollen so künftig alle Glühlampen verboten werden. Damit soll der Verkauf der umweltfreundlichen Energiesparlampe gefördert werden. Doch was ist bei der Umstellung der alten Leuchtmittel auf die neue Energiesparlampe zu beachten? Wie lange hält eine Energiesparlampe? Was tun, wenn eine zerbricht?
Diese und weitere Fragen beantwortet eine neue Broschüre der Verbraucherzentrale. In dem Heft "Mission Stromsparen" können Verbraucher die Ersparnis nach einem Wechsel der Leuchtmittel ausrechnen. Eine Checkliste hilft beim Einkauf, welche Sorte für welche Lampenfassung benötigt wird. "Mit der Broschüre wollen wir Unsicherheiten abbauen", sagt Beratungsstellenleiterin Hanna Masuhr.
Studien hätten gezeigt, dass besonders die Deutschen sich schwer täten, sich auf die neuen Energiesparlampen umzurüsten. Die Verbraucherzentrale informiert außerdem, wie die Energiesparlampen entsorgt werden müssen: im Sondermüll.
Verbraucherzentrale, Bahnhofstraße 21, Rheydt
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