Mönchengladbach: Kaum Unfälle trotz Schnee und Eis
VON DIETER WEBER - zuletzt aktualisiert: 04.01.2010Mönchengladbach (RPO). Der Anruf kam am frühen Sonntagmorgen, als Wilfried Theißen schon gar nicht mehr damit rechnete. "Wir müssen raus!", informierte die Rufbereitschaft der GEM ihren Betriebsleiter.
Theißen koordiniert den Winterdienst in der Stadt, hatte den ganzen Samstag auf den angekündigten Schnee gewartet und musste in der Nacht auf Sonntag mit 28 Mitarbeitern dafür sorgen, dass Gladbachs Straßen geräumt wurden. Am frühen Nachmittag war ihre Arbeit beendet. Offenbar haben die GEM-Mitarbeiter ihre Aufgabe gut bewältigt.
Nur neun Unfälle
Denn die Polizei meldet nur neun Unfälle mit insgesamt 15 000 Euro Schaden, von denen nicht einmal alle auf den Wetterumschwung zurückzuführen waren. "Die Verkehrsteilnehmer haben sich vorbildlich verhalten", hieß es gestern von der Polizei-Leitstelle. Und auch auf den Autobahnen rund um Mönchengladbach war's ruhig. Es gab nur vereinzelt Unfälle mit kleineren Blechschäden.
Mit elf Großfahrzeugen und fünf Lkw waren die 28 GEM-Mitarbeiter in der gestrigen Nacht und am Vormittag in der Stadt unterwegs, um Hauptverkehrsstraßen und wichtige Verbindungstrassen vom Schnee zu räumen. 370 Straßenkilometer waren zu bearbeiten, fünf Tonnen Salz zu streuen, 2000 Liter Sole zu verarbeiten.
Den Schneefall hatte GEM-Betriebsleiter Theißen nach dem Studium der Wetterberichte bereits für Samstag erwartet. Als dann abends immer noch keine Flocke vom Himmel fiel, hatte er die angekündigte weiße Pracht bereits abgehakt: "Es wäre ja nicht das erste Mal, dass der Wetterbericht nicht stimmt."
Immerhin ist er ziemlich sicher, dass mit weiterem Niederschlag vorerst nicht zu rechnen ist: "Es bleibt aber eisig kalt. Und deshalb müssen wir auf der Hut sein." Salz hat er vorsichtshalber bereits nachgeordert, obwohl auch noch ausreichend in den GEM-Hallen ist. Winterdienst-Planer Theißen: "Wir gehen auf Nummer sicher."
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