Mönchengladbach: Kein neuer Baudezernent vor der Wahl
VON RALF JÜNGERMANN - zuletzt aktualisiert: 01.04.2009Mönchengladbach (RPO). Die Chancen, dass die CDU noch vor der Kommunalwahl einen Nachfolger für den aus Altersgründen ausscheidenden Helmut Hormes findet, sind auf den Nullpunkt gesunken. Nachdem sich der Göppinger Baubürgermeister Olav Brinker am Montag den Fraktionen von CDU und FDP vorgestellt hat, ist für die Liberalen klar: Brinker ist nicht für den Job geeignet. "Für uns war seine Vorstellung enttäuschend. Als Mitarbeiter wäre er sicher ein Gewinn, als Chef nicht", so Dr. Anno Jansen-Winkeln, der Fraktionsvorsitzende der FDP. Bei der CDU herrschte zwar nach der Vorstellung des Dezernenten aus Göppingen auch keine große Begeisterung, prinzipiell können sich die Christdemokraten Brinker aber schon als Hormes-Nachfolger vorstellen. Nur brauchen sie die Unterstützung einer anderen Partei, um den Baudezernenten zu wählen. Die Liberalen waren die einzigen außer der CDU, die Brinker die Möglichkeit gaben, sich persönlich vorzustellen. Alle anderen hatten schon vorher abgewunken.
Die CDU hatte die Hoffnung, die Wahl des Baudezernenten mit der Wiederwahl von Stadtdirektor und Kämmerer Bernd Kuckels (FDP)zu verknüpfen. Auch der kann theoretisch noch in der letzten Sitzung des alten Rates gewählt werden. Doch auf diesen Handel mag sich die FDP nicht einlassen. Sie ist überzeugt, dass sich für Kuckels auch nach der Kommunalwahl ausreichend Stimmen im Rat finden lassen. Die FWG hat bereits angekündigt, sie würde für Kuckels votieren.
17 Bewerber
Auf die Ausschreibung der Hormes-Stelle hatten sich nur 17 Bewerber gemeldet. Die meisten von ihnen hatten nicht einmal die nötigen formalen Voraussetzungen vorzuweisen. Das Interesse war vergleichsweise gering, da bislang wegen des Streits mit der Bezirksregierung um die Wiederbesetzungssperre weder klar ist, wann der neue Dezernent starten kann noch unter welcher politischen Mehrheit er nach der Wahl arbeiten würde. Brinker ist in Göppingen umstritten. Ihm wird angekreidet, dass die neue Halle für den Handball-Bundesligisten Frisch Auf Göppingen nicht nur viel zu spät fertig sondern sondern auch noch knapp vier Millionen Euro teurer als geplant wird.
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