Mönchengladbach: Keine Schläge für Stadttauben
VON INGE SCHNETTLER - zuletzt aktualisiert: 13.09.2008Mönchengladbach (RPO). Die wenigen Gäste, die zum Umweltausschuss ins Rheydter Rathaus gekommen waren, mussten sich lange gedulden. Ihr Interesse galt dem Tagesordnungspunkt 13. Die Bündnisgrünen hatten den Antrag gestellt, für die mehr als 11 000 Hunde der Stadt Hundewiesen zur Verfügung zu stellen. Nach kurzer Diskussion waren es am Ende nur die beiden Grünen-Vertreter, die für den eigenen Antrag votierten. Alle anderen stimmten mit Nein. Die Gäste verließen enttäuscht den Saal.
Fördergelder für Klimaschutz
Zuvor hatten die Grünen schon eine Niederlage hinnehmen müssen. Die von ihnen seit langem geforderten Schläge für die städtischen Tauben werden nicht kommen. „Dabei war bereits ein Träger gefunden worden, und die Betreuung der Schläge war ebenso gesichert“, sagte im Anschluss die Ausschussvorsitzende Anne Blaese von den Grünen. Die Taubenschläge sollten die übermäßige Population der gefiederten Stadtverschmutzer verringern. Dies funktioniert beispielsweise in Aachen und Düsseldorf so, dass die Eier gegen Kunstprodukte ausgetauscht werden. Mehr Erfolg hatten die Grünen beim Thema Klimaschutz. Die Verwaltung wird sich beim Bund um Fördergelder zur Aufstellung eines Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Mönchengladbach bewerben.
Darf zukünftig in Landschaftsschutzgebieten gebaut werden? Im Prinzip ja, aber nur, wenn die Flächen an voll erschlossenen Straßen liegen. Auf Anregung der Kommunalpolitik legte der Fachbereich Umweltschutz eine 240 Seiten starke Untersuchung vor. Die die Ausschussmitglieder spätestens bis zur Sitzung des Umweltausschusses im Januar durchgearbeitet haben müssen. Untersucht werden 40 Bereiche im Stadtgebiet, die derzeit durch den Landschaftsplan unter Schutz gestellt sind, aber an Straßen liegen und deshalb bebaut werden könnten.
„Die Politiker hatten die Bestandsaufnahme gefordert, weil sie davon ausgehen, dass hohe Erschließungskosten für Neubaugebiete gespart und die bereits vorhandene Infrastruktur wie Straßen und Kanäle besser ausgenutzt werden könnten“, erläutert Stadtsprecher Dirk Rütten. Mit einem Punktesystem wurden die in Frage kommenden Flächen auf ihre Bedeutung für den Arten-, Natur- und Denkmalschutz bewertet. Kriterien außerdem: Landschaftsbild, Naherholung und Stadtökologie.
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