Mönchengladbach: Keine Trendwende: 16 313 Gladbacher auf Jobsuche
VON PHILIPP COENEN - zuletzt aktualisiert: 01.07.2009Mönchengladbach (RPO). Auch wenn in Deutschland die Arbeitslosenquote um 48 000 auf 3,41 Millionen gesunken ist, gibt es für Mönchengladbach keine Trendwende. Hier sind in diesem Monat 16 313 Menschen ohne Arbeit. 42 weniger als im Mai, dennoch bleibt die nackte Zahl zum Vormonat konstant: 12,6 Prozent sind erwerbslos.
Für Johannes-Wilhelm Schmitz, Vorsitzendes Mitglied der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, sind diese Zahlen weder ein Grund zur Freude noch zur Trauer – "eher ein Anlass zum Durchatmen."
Hart trifft es im gesamten Agenturbezirk (Mönchengladbach und Rhein-Kreis Neuss) wie immer die Männer: Im Juni wurden weitere 2441 Männer arbeitslos. Bei den Frauen war es 63. "Die typischen Männerdomänen, wie Metall-, Elektro- und Logistikbranchen, wurden von der Wirtschaftskrise getroffen", sagte gestern Johannes-Wilhelm Schmitz bei der Vorstellung des Arbeitsmarktreports. Hingegen stünden der Dienstleistungssektor und soziale Berufe auf guten Beinen. Unternehmen, die ums Überleben kämpfen, setzen weiterhin auf Kurzarbeit: Im Juni wurden insgesamt 80 Anzeigen (im Mai 90) im Agenturbezirk eingereicht. Davon betroffen waren 557 Arbeitnehmer. "Das heißt aber nicht, dass die Kurzarbeit zurückgeht. Sondern viele Menschen bereits in diesem Modell arbeiten", so Johannes-Wilhelm Schmitz.
Dennoch hilft die Kurzarbeit dem Arbeitsmarkt. "Ohne dieses Instrument sähen die Arbeitslosenzahlen deutlich schlechter aus", ist Schmitz sicher.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum





