Mönchengladbach: Kindes-Missbrauch: Festnahme
VON CAROLA SIEDENTOP - zuletzt aktualisiert: 09.06.2008Mönchengladbach (RPO). Ein 28-Jähriger aus Odenkirchen soll ein achtjähriges Mädchen in dessen elterlicher Wohnung missbraucht haben. Der mutmaßliche Täter ist vorbestraft, weil er sich bereits mehrfach an Kindern vergriffen hat.
Der Mann, der am Freitag ein achtjähriges Mädchen in Giesenkirchen schwer missbraucht haben soll, ist gefasst worden: Ein 28-Jähriger aus Odenkirchen soll die Tat begangen haben. Die Polizei konnte ihn am Freitagabend in seiner Wohnung festnehmen. Obwohl der Odenkirchener seine Schuld bestreitet, schickte ihn der Haftrichter am Samstag in Untersuchungshaft. Denn der 28-Jährige ist als Sexualstraftäter bekannt: Er hat sich bereits mehrfach an Kindern vergriffen und ist deshalb bereits vorbestraft.
Täter drohte Mädchen mit Messer
Das Opfer hatte am Freitagmittag dem Täter selbst die Tür geöffnet. Die Achtjährige war allein in der elterlichen Wohnung, als es plötzlich klingelte. Der Mann vor der Tür gab an, für eine Behinderten-Selbsthilfegruppe Spenden zu sammeln. Als das Mädchen sagte, dass es allein zuhause sei, stieß der Täter die Tür auf und drängte das Kind in die Wohnung. „Er schaute in mehrere Zimmer, dann zog er ein Klappmesser und schüchterte das Mädchen ein“, sagte Jürgen Lützen, Pressesprecher der Polizei. Der Mann zwang das Kind, sich aufs Bett zu setzen und verging sich an ihm. Nach der Tat flüchtete er. Als der Vater des Kindes Mädchens kurz darauf in die Wohnung zurückkehrte, fand er seine Tochter vollkommen verstört vor. Er wendete sich sofort an die Polizei.
Tatort Wohnung
Warnung Eltern sollten ihre Kinder eindringlich davor warnen, die Haustür zu öffnen, wenn sie alleine daheim sind, rät die Polizei. Auch ältere Kinder, die durchaus in der Lage sind, alleine zuhause zu sein, müssen sich daran halten.
Fremde Täter Häufiger als Fremde vergehen sich Bekannte oder Verwandte an Kindern.
Nachdem der Fall am Freitag bekannt wurde, meldeten sich noch am gleichen Tag mehrere Zeugen bei der Polizei. Sie gaben die entscheidenden Hinweise auf den Spendensammler. Einer der Zeugen hatte Unterlagen über die Behinderten-Selbsthilfegruppe bekommen.
So kamen die Beamten dem 28-Jährigen schnell auf die Spur. Als die Polizisten am Freitagabend in seiner Wohnung zugriffen, fanden sie dort auch ein Springmesser. Aussagen zu Tat machte der tatverdächtige Odenkirchener nicht, die Schilderungen der Tat stammen von dem Mädchen, informierte die Polizei.
Die Behinderten-Selbsthilfegruppe, für die der 28-Jährige unterwegs war, gilt als seriös. Der mutmaßliche Täter war von dem Verein auch beauftragt worden, Spenden zu sammeln. Ob seine Auftraggeber vom Vorleben des 28-Jährigen wussten, ist nicht bekannt.
Der Odenkirchener war in den vergangenen Jahren mehrfach wegen Sexualtraftaten an Kindern aufgefallen. Ein Gericht hatte ihn dafür zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten verurteilt, die Strafe war jedoch zur Bewährung ausgesetzt.
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