Meerkamp: Kirchenbau: Die Bürger schaufelten mit
VON ANDREAS GRUHN - zuletzt aktualisiert: 01.02.2010 - 15:05Meerkamp (RPO). Es war ein schöner Maitag im Jahr 1957, als der Bischof Friedrich Hünermann höchstselbst nach Meerkamp kam. Er hatte eine Mission zu vollenden, die die Meerkamper Bürger, allen voran der damalige Pfarrer Josef Jentgens, Jahre zuvor begonnen hatten. Er hatte ein neues Gotteshaus einzuweihen, die Kirche der Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt. In Zeiten von Kirchenzusammenlegungen muntert so eine Geschichte auf.
Seit dem Krieg hatte in Meerkamp eine Notkirche aus Holz gestanden. Das durfte nicht lange so bleiben. Pastor Jentgens trieb einen Kirchenneubau voran, und die Gemeinde machte mit. Jeden Abend nach Feierabend trafen sich zahlreiche Helfer auf der Baustelle und schaufelten mit den Bauarbeitern. Damit der Kirchenbau billiger wurde. Einer dieser freiwilligen Helfer war der junge Peter Büttgenbach.
„Ich hab das damals vor allem für unseren Pastor gemacht“, erinnert sich Büttgenbach. „Zuerst fehlte zuerst noch der Turm, weil das Geld knapp wurde. Der wurde ein paar Jahre später gebaut.“ Heute ist der Turm so etwas wie das Wahrzeichen von Meerkamp. Anfangs schien es, als sei die Kirche noch zu klein für die zahlreichen Gottesdienstbesucher. Mittlerweile reicht der Platz allerdings aus.
Vor sechs Jahren mussten die Meerkamper Katholiken noch einmal ran. Die Kirche musste dringend renoviert werden, und zwar für Gesamtkosten in Höhe von 240 000 Euro. Jahrelang sammelten sie, bis ihr Teil des Geldes beisammen war. Den Rest steuerte das Bistum hinzu. Um den Bau günstiger zu gestalten, werkten an jedem Wochenende wieder freiwillige Helfer mit. „Die Hilfsbereitschaft hier hat mich direkt beeindruckt“, sagte der damalige Präses Wolfgang Mayfisch, der 2008 verstarb.
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