Mönchengladbach: Kopflaus-Alarm in Schulen
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 03.06.2009Mönchengladbach (RPO). Die Zeit der kleinen Blutsauger ist wieder angebrochen. In vielen Schulen und Kindergärten herrscht zurzeit Kopflaus-Alarm. 15 Einrichtungen haben beim Gesundheitsamt einen Befall gemeldet. Betroffen sein sollen aber noch mehr Kindertagesstätten und Schulen. "Ob das Gesundheitsamt zur Kontrolle und Beratung in die Einrichtung kommt, obliegt der Entscheidung der Schulleitung oder der Kindergartenleitung", erklärt Stadtsprecher Dirk Rütten. Viele nehmen das Angebot an. Deshalb könne es auch zu Wartezeiten bis zu 14 Tagen kommen. Mitarbeiter des Gesundheitsamtes sind täglich in Sachen Kopfläuse unterwegs. "Das Thema lässt uns nie los. Irgendwo wird immer ein Befall gemeldet. Dass nun 15 Einrichtungen gemeldet sind, ist im Jahresvergleich durchaus normal", sagt Rütten.
Täglich Beratung
Eltern von Kindern, die von Kopfläusen befallen sind, können sich auch privat Rat beim Gesundheitsamt holen. Täglich von 8 bis 9 Uhr ist in der Einrichtung, Am Steinberg 55, "Läuse-Sprechstunde". Auch an die Kinderärzte können sich Eltern wenden. Bis zum Alter von zwölf Jahren übernehmen die Krankenkassen die Behandlungskosten für die Kinder. Für die Betroffenen fallen Unterricht und Betreuung im Kindergarten erst einmal aus. Sie müssen zu Hause bleiben, bis sie mit einem zugelassenen Arzneimittel behandelt worden sind. So soll eine weitere Verbreitung der Kopfläuse verhindert werden. Wer auf ein ausgedehntes "Schulfrei" hofft, wird allerdings enttäuscht. Die meisten Kinder dürfen schon nach einem Tag wieder in den Unterricht. Interview
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