Mönchengladbach: Kundenbefragung zur Bürgerfreundlichkeit
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 25.02.2010Mönchengladbach (RPO). Sind Sie mit den Öffnungszeiten der Stadtverwaltung zufrieden? Wie lange mussten Sie heute warten? Und wie wichtig ist Ihnen eine umfassende Beratung am Telefon? Das sind drei von insgesamt elf Fragen, die ab Montag rund 1200 Kunden der Stadtverwaltung gestellt werden.
Neun studentische Interviewer sind bereits auf diese Aufgabe vorbereitet und geschult worden. Denn die Stadtverwaltung hat die Hochschule Niederrhein mit einer Kundenbefragung zu ihrem Dienstleistungsangebot in den Bereichen Zulassungsstelle und Bürgerservice beauftragt.
"Wir diskutieren schon lange über den Bürgerservice. Deshalb haben wir auch die Pilotphase zu den Samstagsöffnungszeiten im Bereich des Straßenverkehrsamtes und Meldeamtes gestartet", sagt Oberbürgermeister Norbert Bude. Dieses zusätzliche Angebot habe bei der Zulassungsstelle regen Zuspruch gefunden, im Bereich des Bürgerservices allerdings viel weniger, als erwartet. "Deshalb hat unsere eingesetzte Arbeitsgruppe gesagt, warum fragen wir nicht die Kunden selber, was sie sich wünschen?", berichtet Bude. Da man neutrale Befrager haben wollte, sei die Hochschule beauftragt worden, sagt Dezernent Peter Holzenleuchter.
Die Umfrage, die am Montag in den Bürgerservicestellen im Rathaus Rheydt im Gebäude an der Fliethstraße, in den Bezirksverwaltungsstellen Hardt und Giesenkirchen sowie in der Zulassungstelle an der Rheinstraße startet, ist repräsentativ, wie Prof. Harald Vergossen von der Hochschule versichert. Er betreut das Projekt zusammen mit Prof. Ingo Bieberstein. "Unsere Interviewer werden die zu befragenden Bürger nach einem bestimmten Quotenplan auswählen, was Geschlecht, Altersklasse und Nationalität angeht", sagt Vergossen.
Bis Ostern soll die Befragung abgeschlossen sein. Wenn bis dahin die 1200 Fragebögen ausgefüllt sind, könnten schon Ende April Ergebnisse präsentiert werden. "Wir hoffen auf eine sichere und verlässliche Basis für spätere Entscheidungen", sagt der Oberbürgermeister. Nur müsse auch ehrlich gesagt werden, dass es eine Ausweitung der Öffnungszeiten nicht zum Nulltarif gebe. Trotzdem müsse bei der allgemeinen Flexibilisierung der Arbeitszeiten über alles nachgedacht werden.
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