Mönchengladbach: Langzeitarbeitslose finden wieder Jobs
VON MICHAEL BRÖCKER - zuletzt aktualisiert: 28.09.2007Mönchengladbach (RPO). Endlich gute Nachrichten vom Mönchengladbacher Arbeitsmarkt. Ausgerechnet die Gruppe der besonders schwer vermittelbaren Arbeitslosen, die Langzeitarbeitslosen, profitieren vom Aufschwung und bekommen wieder Jobs.
In dieser Gruppe ging die Arbeitslosigkeit im September um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück. 8672 Menschen suchen in der Stadt seit mehr als einem Jahr eine Arbeit. „Auch ungelernte Arbeitslose, die etwa einen Schweißer-Pass vorweisen können, sind gefragt“, sagt Johannes W. Schmitz, Geschäftsführer der Arbeitsagentur. Die Wirtschaft suche nicht nur Ingenieure, sondern auch weniger qualifizierte Menschen mit technischem Verständnis.
Insgesamt sind in Mönchengladbach 16 909 Menschen ohne festen Job, das sind 3000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank auf ein Fünf-Jahres-Tief von 12,8 Prozent. Die Arbeitslosigkeit der Über-55-Jährigen ging um 22,9 Prozent zurück. „Da sind aber auch diejenigen dabei, die wegen der Pflege ihrer Eltern oder aus anderen Gründen aus der Statistik herausgenommen wurden“, relativiert Schmitz. Dennoch zeigen die Zahlen, dass Gladbachs Wirtschaft auf die Erfahrung und die Kenntnisse der Älteren nicht verzichten will. Das bestätigt auch die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), die jüngst alle Großstädte Deutschlands auf ihre Wirtschaftskraft untersuchte und Mönchengladbach ein denkbar schlechtes Zeugnis ausstellte. Bei der Beschäftigung älterer Menschen gab es aber nur lobende Worte. „Positiv verläuft die Altersbeschäftigungsquote. Sie stieg von 2001 bis 2006 um 4,6 Prozentpunkte“, heißt es. Die Quote gibt an, wie viel sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Alter von 55 Jahren und älter auf 100 Einwohner im Alter von 55 bis 65 Jahren entfallen.
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