Mönchengladbach: Lau und Vogel predigen unter strikten Auflagen
VON RALF JÜNGERMANN - zuletzt aktualisiert: 09.05.2011Mönchengladbach (RPO). Nicht nur Pierre Vogel, sondern auch der Mönchengladbacher Sven Lau predigten am Samstag unter massivem Polizeiaufgebot bei einer Kundgebung der Salafisten am Frankfurter Stadtrand.
Dabei sagte Vogel nach Angaben der Frankfurter Rundschau: "Ich bin ein muslimischer Fundamentalist – und das ist auch gut so." Zu der Veranstaltung kamen nach Angaben der Polizei etwas 450 Zuhörer und damit deutlich weniger als vor gut zwei Wochen in der Frankfurter Innenstadt.
Die Kundgebung hatte im Vorfeld für Aufsehen gesorgt, da Vogel ein Totengebet für Osama bin Laden angekündigt hatte. Dies war ihm untersagt worden. Die Frankfurter Behörden hatten erklärt, die Versammlung sofort aufzulösen, wenn sich die Salafisten nicht an das Verbot halten würden. J
ournalisten erklärte Vogel in Frankfurt, die Bedeutung des Totengebets sei missverstanden worden. Es sei im Islam Pflicht, für Tote ein Gebet abzuhalten, habe aber nichts mit der Huldigung der Person zu tun. Vogel räumte ein, es habe Argumente für, aber auch gegen seinen "spontanen Einfall" gegeben. Auf seiner Homepage sprach er offener von einem "strategischen Fehler".
Vogel und Lau wandten sich in ihren Reden gegen Terrorismus. "Es gibt keinen, der so viel wie ich gegen den Terrorismus geredet hat", behauptete Vogel. Wie schon mehrfach in Mönchengladbach forderte er die Zuhörer auf, Kopftuch und Bärte zu tragen: "Seid stolz auf eure Religion." Am Rande der Veranstaltung gab es vereinzelt Proteste gegen die Islamisten.
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