Mönchengladbach: Leichenfund im Römerbrunnen
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 27.04.2010Mönchengladbach (RPO). In einem leer stehenden Hochhaus im Römerbrunnen ist am frühen Sonntagmorgen ein Toter gefunden worden. Die Leiche lag in einem Aufzugsschacht. Wie die Polizei mitteilte, waren gegen 4.30 Uhr gleich mehrere Männer auf das Miauen einer Katze in einem der heruntergekommenen und nicht mehr bewohnten Hochhäuser an der Giesenkirchener Straße aufmerksam geworden.
Als sie dem Jaulen nachgingen, fanden die Männer die Katze gefangen in dem mehrere Meter tiefen Aufzugsschacht. Neben der Katze lag der Leichnam. Die Männer informierten die Polizei.
Ob es sich um ein Gewaltverbrechen oder um einen Unfall handelt, konnten die Ermittler gestern noch nicht sagen. Der Mann habe wahrscheinlich schon länger in dem Schacht gelegen, sagt Polizeisprecher Jürgen Lützen. Möglicherweise blieb der Tote mehrere Wochen unentdeckt. Wegen des Zustands des Leichnams konnte der Tote noch nicht zweifelsfrei identifiziert werden. Näheres – auch zur Todesursache – soll die Obduktion bringen, die für heute angesetzt ist.
Dabei soll auch überprüft werden, ob es sich bei dem Toten um den seit fünf Wochen vermissten Rentner Jan Paul Sbikowski handelt. Der 64 Jahre alte rüstige Rentner, der in einem der Hochhäuser im Römerbrunnen lebte, war das letzte Mal am 16. März dieses Jahres gesehen worden.
Seitdem blieb der Mann, der häufig zu langen Spaziergängen aufbrach, um Enten zu füttern, verschwunden. Auch die Öffentlichkeitsfahndung der Polizei nach dem Vermissten blieb erfolglos. Die Ermittlungen der Polizei zu dem Totenfund am Römerbrunnen dauern an.
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