Mönchengladbach: Letzter Schliff: Rhein Fire trainierte im Hockeypark
VON CHRISTIAN SPOLDERS - zuletzt aktualisiert: 10.04.2007Mönchengladbach (RPO). Maren Oellers schaut genau hin. Eigentlich unterscheiden sich die Übungen gar nicht so sehr von denen, welche die 15-Jährige mit ihrem Team übt. Warm machen, dehnen, Spielzüge. „Abschauen kann ich mir da nicht so viel“, sagt sie. Das Training, was sie gerade von der Tribüne des Hockeyparks beobachtet, ist auf einem höheren Niveau als das, was die Schülerin mit den Jugendlichen des Gymnasiums Odenkirchen einstudiert. Dort hilft sie Lehrer Thorsten Reinsch in der AG Flag Football – die kontaktlose Version des American Football. Im Hockeypark holen sich die Football-Spieler von Rhein Fire Düsseldorf den Schliff für die anstehende Saison. Samstag geht es los.
Optimale Trainingsbedingungen
„Wir haben in Gladbach optimale Trainings-Bedingungen“, sagt Markus Müller, Pressechef von Rhein Fire. Was für die etwa 2000 Zuschauer eine Show mit dem gefiederten Maskottchen „Burnie“, Fanartikel-Ständen und den Cheerleadern der Pyromaniacs ist, ist für die Sportler harte Arbeit. „Headcoach Rick Mantz fordert, dass die Jungs hier vernünftig trainieren.“
Möglich wurde die öffentliche, etwa zweistündige Einheit durch die Kooperation der Mönchengladbach Mavericks und Rhein Fire. Im vergangenen November fragte Geschäftsführer Ralf Klein beim großen Nachbarn an, ob diese nicht sinnvoll wäre. Rhein Fire stimmte zu: Die Fans in Gladbach bekommen so einen Vorgeschmack auf die NFL Europe, die Mavericks hoffen, Spieler zu werben. „Viele Zuschauer verlieren heute die Scheu vor dem Sport“, freut sich Klein, der neue Spieler sucht. 35 habe er für die im Mai startende Saison in der Regionalliga beisammen. 40 sollten es sein. „Dabei brauchen wir nicht nur große und starke, sondern auch kleine und schnelle Spieler.“
Die hielten sich gestern vornehmlich auf dem Nebenplatz auf – sind aber noch zu jung für die Senioren. 13 Jugendliche übten mit Maren Oellers und Reinsch Flag Football. „Sie haben Spaß und schnell verstanden“, empfahl der 33-Jährige den Nachwuchs gleich für das Jugendteam der Mavericks.
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