Mönchengladbach: Lotto-Betrüger zu drei Jahren Haft verurteilt
zuletzt aktualisiert: 09.06.2009 - 17:19Wegen eines großangelegten Betrugs mit Lottospielern muss ein 51-jähriger Mönchengladbacher für drei Jahre in Haft. Das Landgericht verurteilte am Dienstag den Angeklagten wegen Betrugs.
Der 51-Jährige hatte im Prozess gestanden, in mehr als 1500 Fällen frühere Mitspieler seiner Lottotippgemeinschaft um rund 560.000 Euro betrogen zu haben. Mit dem Geld war er 2005 in die Karibik geflüchtet und hatte sich dort eine Villa in der Dominikanischen Republik gekauft.
Ursprünglich war der 51-jährige Mönchengladbacher auch angeklagt, weil er als Betreiber der Lotto-Tippgemeinschaft "Glücksbox" Einsätze von mehreren Tausend Mitspielern angeblich veruntreut hatte. Entsprechende Vorwürfe der Staatsanwaltschaft wurden allerdings eingestellt.
Somit ging es letztlich um 1587 Fälle, in denen der Mann den früheren Lotto-Kunden eine Investition in angeblich boomende Wirtschaftsmärkte angeboten hatte. Statt das Geld gewinnbringend zu investieren, behielt er es jedoch für sich und kaufte davon ein Haus im Karibik-Nobelort "Panorama Village" in der Dominikanischen Republik.
Strafmildernd wurde vom Gericht berücksichtigt, dass der Mann keine typische "Betrügerkarriere" aufzuweisen hatte. So war der 51-Jährige bis dato nicht vorbestraft. Durch sein Geständnis hatte er außerdem zu einem schnellen Prozessende beigetragen. Das Urteil ist rechtskräftig.
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