Mönchengladbach: Mann erlitt bei Streit schwere Kopfverletzungen
VON DIETER WEBER - zuletzt aktualisiert: 29.05.2010 - 18:40Ein 59-Jähriger Rheindahlener wurde heute Morgen mit schweren Kopfverletzungen und Schnittwunden an den Armen gefunden. Er schwebt in Lebensgefahr. Eine 20-Jährige wird verdächtigt, ihm die Verletzungen zugefügt zu haben. Die Polizei hat die Frau festgenommen. Sie konnte allerdings noch nicht vernommen werden, weil sie unter starkem Alkoholeinfluss steht.
Wie die Polizei berichtete, fand eine Zeugin, die in der Wohnung des 59-Jährigen übernachtet hatte, ihn gegen 8 Uhr blutüberströmt im Wohnzimmer. Sie alarmierte den Rettungsdienst, der den Verletzten zunächst in das Elisabeth-Krankenhaus nach Rheydt brachte. Wegen der schweren Kopfverletzungen erfolgte kurzfristig die Verlegung in eine Neurochirurgische Klinik.
Die Zeugin und deren 20-jährige Tochter haben sich nach Polizeierkenntnissen in der Nacht auf Samstag in der Wohnung des 59-Jährigen aufgehalten. Die beiden Frauen, die wie der Verletzte ebenfalls in Rheindahlen leben, haben mit dem Opfer erhebliche Mengen Alkohol konsumiert. Die Zeugin gab gegenüber der Polizei an, gegen 8 Uhr am Samstag von einem lauten Geräusch geweckt worden zu sein. Sie habe dann den schwer Verletzten gefunden. Ihre Tochter hielt sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in der Wohnung auf.
Die Polizei startete sofort eine Fahndung nach der 20-Jährigen. Sie wurde wenig später in Rheindahlen aufgegriffen. Gegenüber den Beamten gab sie an, dass es zwischen ihr und dem 59-Jährigen zu einem Streit gekommen sei. Sie habe dabei mehrfach auf ihn eingeschlagen. Allerdings konnte sie nicht erklären, mit was sie zugeschlagen hat. Ein Tatwerkzeug wurde auch nicht gefunden.
Staatsanwaltschaft und Polizei haben wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes die Ermittlungen aufgenommen. Eine Mordkommission wurde eingerichtet.
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