Mönchengladbach: Miete nicht gezahlt: Das Aus für die Spindel
VON RALF JÜNGERMANN - zuletzt aktualisiert: 09.12.2008Mönchengladbach (RPO). Die seit längerem angeschlagene Kleinkunstbühne „Die Spindel“ wird es künftig nicht mehr in dieser Form geben. Gestern bekam Betreiber Tacettin Binici die Kündigung von Michael Hollmann. Der Chef der Bolten-Brauerei betreibt seit einem Jahr das Haus Erholung, in dem die Kleinkunstbühne seit 1995 angesiedelt ist. „Herr Binici schuldet uns noch die Miete von acht Monaten. Der Bogen ist endgültig überspannt“, sagte Hollmann gestern der RP.
Er sei dem Spindel-Betreiber im Sommer mehrfach entgegengekommen. Doch trotz mehrfacher Mahnungen habe Binici auch seither keine Miete mehr gezahlt. „Das ist für mich nicht länger hinnehmbar“, so Hollmann. Er will die Bühne gleichwohl erhalten. Auch Binici könne dort weiter Veranstaltungen organisieren. Dafür müsse er den Raum dann allerdings einzeln mieten. Diese Möglichkeit stehe dann auch anderen Veranstaltern offen.
Peter Schlipköter, Geschäftsführer der Marketinggesellschaft, hält das für eine gute Lösung. „Dass es im Haus Erholung weiter Kleinkunst geben soll, ist aus meiner Sicht begrüßenswert.“ Schlipköter kann die Entscheidung Hollmanns gut nachvollziehen. Die Marketinggesellschaft war bis vergangenes Jahr Vermieter der Spindel und machte ähnliche Erfahrungen. Über 60 Mahnungen seien an Tacettin Binici geschickt worden. Inzwischen seien alle Mahnverfahren abgeschlossen. „Und in jedem einzelnen Fall musste er am Ende zahlen“, so Schlipköter.
Auf der kleinen Bühne im Kellergewölbe haben im Laufe der Jahre viele Kleinkünstler gestanden, die inzwischen so bekannt sind, dass sie größte Säle füllen: Dieter Nuhr, Gaby Köster, die Springmaus und Volker Pispers gehören dazu.
Spindel-Betreiber Tacettin Binici war gestern nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Er ist noch bis kurz vor Weihnachten in der Türkei.
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