Mönchengladbach: Millionen-Aufträge für Handwerk und Firmen
VON CAROLA SIEDENTOP - zuletzt aktualisiert: 23.01.2009Mönchengladbach (RPO). Die Mönchengladbacher Unternehmen und Handwerksbetriebe sollen in diesem Jahr Aufträge in Millionenhöhe bekommen: Eine Finanzspritze von 30 bis 40 Millionen Euro soll das Konjunkturpaket der Stadt bringen. Oberbürgermeister Norbert Bude sorgte damit für eine gute Nachricht beim Neujahrsempfang der städtischen Wirtschaftsförderung (WFMG) und die Entwicklungsgesellschaft (EWMG). Die Hälfte des Geldes muss noch in diesem Jahr ausgegeben werden – für die Sanierung von Schulen, öffentlichen Gebäuden oder Straßenbau. Im "Haus Erholung" trafen sich die Unternehmer der Stadt, Vertreter der Hochschule Niederrhein und von Wirtschaftsverbänden, Politiker und Handwerker zum Neujahrsempfang. Sie sollen sich später an einem runden Tisch beteiligen, um die Maßnahmen zu planen, erklärte Bude.
Die Wirtschaftskrise macht auch vor denen nicht Halt, deren Aufgabe es ist, den Standort Mönchengladbach und seine Unternehmen zu stärken. Die WFMG und EWMG müssen das Geld, das sie für Projekte benötigen, erstmal einnehmen, sagte Dr. Anno Jansen-Winkeln, EWMG-Aufsichtsratsvorsitzender. Bude griff erneut die Idee auf, WFMG und EWMG zu einer Gesellschaft zu verschmelzen. Obwohl in der Wirtschaft "die Zeichen zurzeit schlecht" stehen, appellierte Bude, positive Signale zu senden. So sei die Textilbranche nach wie vor ein wichtiges Standbein mit vielen erfolgreichen Firmen. "Und ich sehe auch eine reele Chance für den Standort Rheydt", so Bude. Ein Schwerpunkt müsse in dieser Zeit auf Bildung gelegt werden, was die Gesellschaften mit "MGconnenct" tun. Er regte dafür die Gründung einer wirtschaftsnahen Stiftung an. Auch wenn Bude mehr in die Zukunft schaute, nannte er Zahlen für die Erfolge der WFMG im vergangenen Jahr: 1000 neue Arbeitsplätze seien geschaffen worden, 600 gesichert. Er macht auch einen kurzen Abstecher in den Fußball: "Für das Image der Stadt wäre es katastrophal, wenn Borussia absteigt."
Zuvor hatte Dr. Anno Jansen-Winkeln den Gesellschaften Zukunftsfähigkeit attestiert – und einen Neuanfang mit dem neuen Geschäftsführer Dr. Ulrich Schückhaus beschworen. Ansonsten beleuchtete er auch die Projekte, die weniger erfolgversprechend waren: Bei den Grundstücken am Bökelberg habe man "das Marktpotenzial nicht so ganz richtig eingeschätzt", sagte Jansen-Winkeln. Das sorgte für Raunen und Lachen. Verstärkt müsse in innerstädtisches Wohnen und eine Aufwertung der Citys investiert werden, sagte Jansen-Winkeln. So habe die EWMG Schlüsselobjekte in der Altstadt gekauft, um die Gegend aufzuwerten.
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