Mönchengladbach: Mischlingshund Simba ist wieder da
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 08.01.2010Mönchengladbach (RPO). Zwei Wochen lang war Mischlingshund Simba spurlos verschwunden, und Familie Höffels hatte schon jede Hoffnung aufgegeben. Doch dann kam der Anruf, mit dem niemand mehr gerechnet hat: "Wir haben ihren Hund gefunden." Simba ist also wieder zu Hause. Er ist mopsfidel, und er weicht seinem Herrchen nicht von der Seite. "Ich denke, er hat Angst, dass er noch einmal abhanden kommt", sagt Sascha Höffels.
250 Suchzettel
Am 9. Dezember hatte der Hundebesitzer Simba vor einem Supermarkt im Volksgarten an einen Fahrradständer gebunden, um kurz Brötchen zu kaufen. Als er zurückkehrte, war Simba weg – samt Leine. Die Trauer in der sechsköpfigen Familie war groß. Sascha Höffels startete eine große Suchaktion, klebte 250 Zettel mit einem Foto des Hundes an Bäume, Laternen und Wände. Er rief die Polizei an und wandte sich an Tierschutzorganisationen. Auch die RP berichtete über den verschwundenen Simba. "Viele haben uns geholfen bei der Suche nach Simba. Wir hatten sogar Anrufe von Tierschützern aus Bayern, die uns Tipps gaben, wie man im Internet nach entlaufenen und verschwundenen Tieren recherchieren kann", berichtet Höffels. Doch zwei Wochen lang gab es keine einzige Spur, keinen einzigen Hinweis. Bis Heiligabend. "Wir hatten uns gerade für die Weihnachtsmesse fertig gemacht. Da wurde uns Simba zurückgebracht", berichtet Höffels.
Für Sascha Höffels, seine Frau Gabriele sowie die Kinder Nico (7), Leon (6), Alexander (3) und Maximilian (sechs Monate) war es das schönste Weihnachtsgeschenk. "Leon und Alexander sind fest davon überzeugt, dass der Weihnachtsmann es war, der Simba zurückbrachte", sagt der Vater.
In Wirklichkeit war es eine Frau. Kurz vor Weihnachten bemerkte sie vor einem Tante-Emma-Laden einen Mischlingshund, der an eine Laterne gebunden war. Als sie Stunden später zurückkehrte, war das Tier noch immer da. Die Frau habe daraufhin Simba mit nach Hause genommen, berichtet Sascha Höffels. Als ihr Mann zurückkehrte, erkannte er den Hund, weil er ihn vorher auf einen der aufgehängten Suchzettel gesehen hatte. Was Simba innerhalb der zwei Wochen erlebt hat, weiß niemand. Aber eins ist sicher: "Ich binde meinen Hund nie mehr unbeaufsichtigt vor einem Geschäft an", sagt Sascha Höffels.
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