Mönchengladbach: "Miss Schloss Rheydt" gesucht
VON GARNET MANECKE - zuletzt aktualisiert: 05.11.2009Mönchengladbach (RPO). Mit einer Miss-Wahl beendet das Museum Schloss Rheydt die Mode- Ausstellung "Aus Garderoben und Kleiderschränken". Gesucht wird die Frau, die die Mode aus den 50er, 60er oder 70er Jahren und das damit verbundene Lebensgefühl authentisch präsentiert.
Rheydt Bei Miss-Wahlen ist ja meist die Konfektionsgröße das entscheidende Ausschlusskriterium. Wer nicht auf Kleidergröße 34 verweisen kann, langes Haar und Kulleraugen hat, braucht gar nicht erst den Anmeldebogen auszufüllen. Bei der Wahl zur "Miss Schloss Rheydt" ist das anders. Hier darf jede Frau mitmachen, die sich für die Mode der 50er, 60er und 70er Jahre und das damit verbundene Lebensgefühl der Zeit interessiert. Aber natürlich hat auch diese Miss-Wahl einen entscheidenden Haken. Wer den Titel tragen möchte, muss sich im Original-Outfit mit dazu gehörenden Accessoires und Frisur einer Jury stellen.
Das Lebensgefühl der 60er
"Wir wünschen uns für die Teilnehmerinnen und Zuschauer einen unterhaltsamen Nachmittag", sagt Julia Wallentin, Kuratorin der Ausstellung "Aus Garderoben und Kleiderschränken", die noch bis 22. November im Schloss Rheydt zu sehen ist. Die Ausstellung inspirierte das Museums-Team zu der Miss-Wahl, mit der die Ausstellung abschließt. Dass das Thema Interesse weckt, zeigt sich schon daran, dass die ersten Anmeldungen zur Miss-Wahl vorliegen. Zugelassen sind sowohl Original-Kleidung aus den 50er, 60er und 70er Jahren als auch Neuanfertigungen nach Originalvorbildern. "Es wird von uns ausdrücklich begrüßt, wenn jemand sich an die Nähmaschine setzt und ein Kleid nachschneidert", betont Wallentin. Dem Organisationsteam geht es darum, dass sich die Wahl-Kandidatinnen mit dem Thema auseinandersetzen. Deshalb wird die dreiköpfige Jury nach der Präsentation des Outfits die Kandidatinnen auch befragen. Dabei stehen sowohl Fragen zur Mode-Geschichte als auch zum Lebensgefühl im Fragenkatalog. "Eine Frage könnte sein, wer den Mini-Rock erfunden hat. Eine andere, welche Band in den 60er Jahren des großen Durchbruch hatte und eine ganze Musikgeneration geprägt hat", gibt Wallentin Beispiele. Auch die Frage nach der Herkunft des Outfits wird gestellt. Wer da auf Omas alten Lederkoffer, Muttis Kleiderschrank, den Flohmarkt oder Heimarbeit an der Nähmaschine verweisen kann, sammelt Punkte. Wer es sich allzu einfach macht und seine Kleidung aus aktuellen Retro-Kollektionen kombiniert, bekommt Abzüge.
Wer gewinnt, entscheiden Dr. Thomas Hoeps, Leiter des Kulturbüros, Modedesignerin Barbara Schwinges und Make-Up Artist Ilona Herx. Letztere ist auch eine von zwei Sponsoren, die den Gewinner-Preis stellen.
Der Gewinnerin winkt ein Tag mit dem Lebensgefühl eines Models inklusive kosmetischer Behandlung mit Goldserum und einem Foto-Shooting bei Jenny Vonderhagen. "Drei Outfits, eines davon das Wettbewerbsoutfit, darf die Gewinnerin mitbringen", erklärt Vonderhagen. Dazu zwei andere aus dem eigenen Kleiderschrank. Im Fotostudio wird die Gewinnerin dann mit wechselndem Make-Up und der jeweils passenden Frisur in Szene gesetzt.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







