Mönchengladbach: Mönchengladbach ist WM-Standort
zuletzt aktualisiert: 30.09.2008 - 15:58Mönchengladbach und acht weitere deutsche Städte sind offiziell zu Standorten der Frauen-Fußball-WM 2011 gekürt worden. In Bielefeld und Magdeburg ist der Frust dagegen groß, beide Städte wurden bei der Vergabe nicht berücksichtigt.
Die Frauenfußball-WM 2011 in Deutschland wird somit in neun Spielorten ausgetragen. Diese Entscheidung wurde 1000 Tage vor dem Eröffnungsspiel am Dienstag im Berliner Bundeskanzleramt der Öffentlichkeit präsentiert. Austragungsorte sind Berlin, Bochum, Frankfurt/Main, Dresden, Augsburg, Wolfsburg, Sinsheim, Leverkusen und Mönchengladbach.
Nicht berücksichtigt wurden die Bewerber Bielefeld und Magdeburg. Die Entscheidung über die Austragungsstätten fällte der Weltverband FIFA in Abstimmung mit dem WM-Organisationskomitee (OK) des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).
Die Entscheidung über die Austragungsstätten fällte der Weltverband FIFA in Abstimmung mit dem WM-Organisationskomitee (OK) des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Als wahrscheinlich gilt zudem, dass das Eröffnungsspiel am 26. Juni 2011 im Berliner Olympiastadion stattfinden wird. Das Finale soll am 17. Juli in Frankfurt steigen.
Mit der Bekanntgabe der Spielorte wurde das letzte Geheimnis im Vorfeld der Weltmeisterschaft gelüftet. In allen anderen Bereichen hatte das Organisationskomitee (OK) um Präsidentin Steffi Jones bereits Planungssicherheit. Das DFB-Präsidium verabschiedete am Montag den WM-Etat, der wesentlich sparsamer als das Budget der Männer-Titelkämpfe 2006 (430 Millionen Euro) angelegt ist.
"Wir kalkulieren mit Ausgaben zwischen 50 und 55 Millionen Euro, die wir über zwei Einnahmequellen erwirtschaften müssen - die Eintrittsgelder und die Lizenzsummen der nationalen Förderer", sagte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach.
„Ich freue mich riesig über die Entscheidung. Das ist ein guter Tag für Mönchengladbach. Ein Beweis dafür, dass wir weltmeisterschaftstauglich sind“, so Oberbürgermeister Norbert Bude, der neben Borussenpräsident Rolf Königs durch Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Bekanntgabe der Spielorte ins Kanzleramt eingeladen wurde. Wie sich die insgesamt 32 Spiele auf die Austragungsorte verteilen steht noch nicht fest. Ein konkreter Spielplan liegt derzeit noch nicht vor.
„Mönchengladbach wird 2011 ein guter Gastgeber für die Fans aus aller Welt sein. Das hat Mönchengladbach bei der zurückliegenden Hockey-WM der Herren schon bewiesen. Mönchengladbach hat ein weiteres internationales Sportereignis wie die Frauenfußball-WM verdient“, so der Oberbürgermeister.
Und weiter: „Mit dem Borussiapark weisen wir ein absolut weltmeisterschafttaugliches Stadion auf. Wir haben eine hervorragende Infrastruktur rund um das Stadion, das auch für Fußballfans aus den benachbarten Niederlanden und aus Belgien gut erreichbar ist. Vor allem aber ist Mönchengladbach eine sportbegeisterte Stadt, die sich maßgeblich über den Fußball definiert. Davon konnten wir das WM Organisationskomitee bei der Besichtigung des Borussiaparks Mitte August offensichtlich auch überzeugen. Wir stehen parat für das sportliche Großereignis“.
Anders als bei der Fußballweltmeisterschaft der Herren vor zwei Jahren geht Mönchengladbach nun nicht mehr leer aus. „Das ist nun zum Glück anders, schließlich haben wir schon bei Länderspielen bewiesen, dass wir Veranstaltungen dieser Größenordnung, die den Namen der Stadt weltweit nach außen bringen und die für das Image der Stadt gut sind, gemeinsam mit unserem Partner Borussia schultern können“, so Bude weiter.
Der Rat der Stadt hatte in seiner zurückliegenden Sitzung in der vergangenen Woche durch sein einstimmiges Votum für die Dringlichkeitsentscheidung seine nachhaltige Unterstützung für die FIFA Frauen-WM bekundet. Mit der Entscheidung wurde die Verwaltung in die Lage versetzt, gegenüber dem Deutschen Fußballbund rechtsverbindlich zu erklären, dass die Stadt ihre Bewerbung aufrecht erhält und die mit der Ausrichtung verbundenen Pflichten für die Gastgeberstadt erfüllen wird.
Bei der Bekanntgabe der Spielorte im Bundeskanzleramt erlebten OB Norbert Bude und Borussenpräsident Rolf Königs noch die Premiere einer besonderen Mannschaft. Im Rahmen der Live-Übertragung betrat erstmals die „Top-Elf für 2011“ die Fußball-Bühne. Dieses Team, bestehend aus elf prominenten Frauen, wurde kurz nach der Ansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel der Öffentlichkeit vorgestellt. Es setzt sich zusammen aus prominenten Frauen aus Wirtschaft, Kunst und Kultur, Sport und Medien. So werden 2011 unter anderem Magdalena Neuner „Sportlerin des Jahres 2007, und die Schauspielerin Maria Furtwängler auflaufen.
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