Kommentar: Müllsünder: Ein Erziehungsmangel
VON D IETER WEBER - zuletzt aktualisiert: 30.07.2009Kommentar (RPO). Es ist nicht nur ein Ärgernis, sondern kostet auch ganz viel Geld. Und zwar uns Steuerzahlern: der Müll, der nach Spontanpartys, Grillabenden und gemütlichen Treffs in den Parkanlagen und auf Wiesen liegen bleibt. Wenn jeder der 180 Mitarbeiter des städtischen Grünflächenamtes einmal wöchentlich nur mit Müllaufsammeln und -entsorgen beschäftigt ist, führt diese zu immensen Kosten. Und zu den Fragen: Können wir uns das leisten? Was ließe sich damit alles bezahlen, auf das wir dann an anderer Stelle verzichten müssen? Und verlangt man von Grillfest- und Partybesuchern wirklich zuviel, wenn wir von ihnen erwarten, dass sie ihren Abfall am Ende aufheben und zu Hause in die Mülltonne werfen? Offensichtlich. Ohne jetzt die übliche Schelte in Richtung junger Menschen betreiben zu wollen: Aber es ist schon paradox, dass ausgerechnet die Generation zu den größten Müllsündern gehört, die am besten über Müllvermeidung aufgeklärt wurde. Vermutlich ist ihr Fehlverhalten auch gar nicht auf fehlendes Wissen zurückzuführen – es ist schlicht und einfach schlechte Erziehung.
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