Mönchengladbach: Nachts zu Besuch in Kirchen
VON CHRISTINE WENDT - zuletzt aktualisiert: 20.10.2008Mönchengladbach (RPO). Zum viertel Mal öffneten Kirchen in Mönchengladbach ihre Türen. Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen lud zur „Nacht der offenen Kirchen“ ein. Besucher gewannen neue Perspektiven über kirchliche Arbeit.
4.Kirchen-Nacht
Teilnehmer 31 katholische und evangelische sowie freikirchliche Gemeinden
Programme Lesungen, Ausstellungen, Konzerte, Theater; ökumenische Begegnung zwischen Konfessionen und zwischen Christen und Muslimen
Veranstalter Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK)
neuwerk/stadtmitte Mehr als 30 Gotteshäuser in Mönchengladbach, Korschenbroich und Jüchen machten mit. Gemeinden unterschiedlicher Konfessionen und ihre Mitarbeiter organisierten Programmpunkte für die interessierten Besucher. Dahinter steckt ein ökumenischer Gedanke. Die Besucher hatten die Möglichkeit, Kirche und Glauben in mannigfaltigen Formen zu erleben.
„Für mich ist die Kirche ein Ort der Stille. Ich mag es sehr, wenn das so eine meditative Atmosphäre hat“, sagte Besucherin Marianne Schulz. Diese Erfahrung konnte sie in St. Mariä Himmelfahrt in Neuwerk machen. Dank bunter Lichteffekte erstrahlte das Kirchengebäude in ganz neuer Anschauung. An den Wänden hängen Werke der Kreuzwegstationen von Willi Wirtz: „Es ist komisch – man sitzt lange an einem solchen Bild und malt. Aber dann, wenn es hier hängt, knien die Leute davor und beten vor meinem Bild. Damit muss man erst mal fertig werden“, sagt der Künstler.
„Die Welt als Lachen“
Die Nacht der offenen Kirchen sollte neue Perspektiven eröffnen. „Ein neues Publikum ansprechen und die Gemeinde zusammenführen – das ist die Idee dieses Abends. Aber besonders wichtig ist es, Kirche einfach mal anders und neu zu erleben“, sagte Torsten Maurin, einer der ehrenamtlichen Organisatoren. Das Programm der Christuskirche am Kapuzinerplatz stand unter dem Motto „Die Welt ist mir ein Lachen“. Zu dem Thema wurden Texte und Gedanken gelesen. Pfarrer Werner Beuschel freute sich über das Angebot: „Es ist schön, einen so heiteren Abend mit der Gemeinde und den Besuchern zu verbringen. Wir wollen das Leben mit der Kirche darstellen. Das ist uns sehr wichtig.“ Die Gemeinde der evangelischen Friedenskirche Margarethenstraße begann ihren Abend mit einem Gottesdienst. Das Thema hieß „Gottesbilder“ Eine Jugendband spielte mit E-Gitarre, Bass und Schlagzeug und begeisterte damit auch älteres Publikum. Kleine Theaterszenen wurden vorgetragen, und Solokünstler gaben Lieder zum Besten. „Die Jugendlichen haben viel vorbereitet und selbst organisiert“, erklärt Ute Siemes, Küsterin der Friedenskirche.
Vor der Franziskanerkirche St. Barbara standen Kerzen. Ein roter Faden führte in die Kirche hinein. Die Präsentation dieser Gemeinde lautete „Entdecke den Roten Faden Deines Lebens!“ Besucherin Hildegard Weuthen meinte dazu: „Ich finde es ganz toll, die Kirche kennen zu lernen und für sich wahrzunehmen. Hier bekommt man Zeit, sich zu entspannen und seinen Weg selbst zu gestalten.“ Der rote Faden führte die Menschen, vorbei an kleinen Stationen, durch das gesamte Kirchenschiff. Das Motto des Abends war durchgehend auch Programm: Entspannen und Begegnen.
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