Mönchengladbach: Neubau am Altenheim Wickrath
VON INGE SCHNETTLER - zuletzt aktualisiert: 23.08.2007Mönchengladbach (RPO). Der Neubau des Wickrather Altenheims St. Antonius hebt sich optisch klar vom alten Baustein-Bau ab. In leuchtendem Gelb und Blau ist er gestaltet, mit großen Fenstern und geräumigen Balkonen zum Garten hin. Drinnen und draußen wird in diesen Tagen noch geschäftig gearbeitet. Aber am 31. August wollen Altenheim-Chef Harald Kuß und die Kaufmännische Leiterin Margit Kuhl ihre vergrößerte und verschönerte Einrichtung an der Kreuzherrenstraße vorstellen.
Altbau platzte aus den Nähten
Der Altbau aus dem Jahr 1987 drohte aus allen Nähten zu platzen. „Im alten Haus gibt es 32 Einzel- und noch 34 Doppelzimmer“, erklärt Harald Kuß. „Die meisten Senioren wollen aber heute allein leben. Also waren wir nicht mehr zeitgemäß.“ Margit Kuhl ergänzt: „Wir hatten zwei Möglichkeiten: entweder die Bettenzahl zu reduzieren oder anzubauen.“ Und so begannen die Planungen für einen Erweiterungsbau schon vor geraumer Zeit. Aber erst vor anderthalb Jahren konnte das 400 Quadratmeter große Grundstück an dr Ecke erworben werden, auf dem nun der neue Teil für zwei neuen Wohngruppen entstanden ist.
Demente Bewohner sollen in den hohen, hellen Zimmern auf zwei Etagen leben. Gelb, Apricot und Blau dominieren in den Wohnbereichen. Im großen Gemeinschaftsraum mit der offenen Küche werden spezielle Beschäftigungsprogramme angeboten. „Die Wohnküche wird wie früher als Lebensmittelpunkt genutzt“, sagt Harald Kuß. Und durch deckenhohe Fenster im Wohnflur können die Bewohner zum benachbarten Kindegarten oder in die neue Parkanlage des Altenheims sehen.
Die wird allen Sinnen etwas zu bieten haben: Einen Wasserlauf, der in einem quadratischen Fisch-Teich mündet, einen gut begeh- und befahrbaren Plattenweg, Sitzecken, einen Sinnespfad mit Kies, Sand und Mulch, duftende Kräuter und Blumen zu jeder Jahreszeit und Hochbeete, die auch vom Rollstuhl aus bearbeitet werden können. Nur noch 17 Doppelzimmer werden im Altbau verbleiben, alle anderen Zimmer sind für Einzelbewohner und jeweils mit eigenem Bad ausgestattet. Ein besonderer Clou sind die Türklingeln. „Das ist wie früher zu Hause, da wird nicht angeklopft, sondern geläutet“, sagt Margit Kuhl. Und die Klingeltöne sind besonders melodisch.
Am Freitag, 31. August, ist Tag der offenen Tür im Altenheim St. Antonius. Nach dem Gottesdienst um 10.30 Uhr wird der Neubau gesegnet, danach wird gefeiert.
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