Mönchengladbach: Neubau für die Hochschule
VON INGE SCHNETTLER - zuletzt aktualisiert: 03.07.2009 - 13:08Mönchengladbach (RPO). Die Hochschule Niederrhein platzt aus allen Nähten, der Platzmangel ist erdrückend. Endlich können die Erweiterungspläne umgesetzt werden. Das Land finanziert einen Neubau auf dem Campus mit 17,5 Millionen Euro.
Gute Nachrichten hat am Donnerstag das Rektorat der Hochschule Niederrhein (HN) aus Düsseldorf erhalten. Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart gab den ersehnten Startschuss für einen Neubau für die Fachbereiche Wirtschaftswissenschaften und Textil- und Bekleidungstechnik. 17,5 Millionen Euro wird das Land in die Baumaßnahme stecken.
Dafür soll zwischen der Richard-Wagner-Straße und der Theodor-Heuss-Straße ein winkelförmiges, dreigeschossiges Gebäude errichtet werden. Auf 3800 Quadratmetern bekommen die Studenten viel Platz für Vorlesungen, Seminare und Laborpraktika. "Der Neubau wird die letzte Lücke schließen auf dem Weg zu einem umschlossenen Campus", sagte am Donnestag der Pressesprecher der Hochschule, Rudolf Haupt. "Im Innenhof soll eine grüne Oase entstehen – als Treffpunkt für die Studierenden."
Zwei Bauabschnitte in einem
Die Umbau- und Neubaupläne der Hochschule waren immer wieder verschoben worden. In einem ersten Bauabschnitt sollte die Raumnot im Fachbereich Wirtschaft gelindert werden. Anschließend sollte der Fachbereich Textil und Bekleidung bedacht werden, danach war der Neubau der Bibliothek vorgesehen und in einem vierten Schritt die alte Bibliothek für die Wirtschaftswissenschaftler umgebaut werden.
"Nun beginnen wir zwar später als geplant mit der Erweiterung der Hochschule, dafür werden aber die ersten beiden Bauabschnitte in einem Zuge absolviert", sagt Rudolf Haupt. Für die Erweiterung der Raumangebots wird es höchste Zeit. Die Auslastungsquote von 130 Prozent sorgt für einen hohen Studentenüberschuss und erdrückenden Platzmangel.
Der Neubau auf dem Gelände der HN zählt zu den ersten zwölf Projekten aus dem Hochschulmodernisierungsprogramm des Landes. "Die Planungen sind so weit gediehen und abgestimmt, dass wir mit den Arbeiten umgehend beginnen können", so Haupt. Minister Pinkwart hat angekündigt, in den kommenden Jahren insgesamt acht Milliarden Euro in die Modernisierung der nordrhein-westfälischen Hochschulen zu investieren.
Das Raumprogramm muss auch dringend erweitert werden, da wegen der Verkürzung der Schulzeiten ab dem Jahr 2013 die doppelte Menge Abiturjahrgänge auf die Hochschulen zukommen werden. Andreas Pinkwart hat sich zum Ziel gesetzt, den Modernisierungs- und Sanierungsstau an den nordrhein-westfälischen Hochschulen vollständig aufzulösen. Der erste Investitionsblock erfolgt in den Jahren 2009 bis 2015 und sieht Investitionen in Höhe von fünf Milliarden Euro vor. "Wir haben lange auf das Okay gewartet. Jetzt sind wir glücklich, dass es losgehen kann", sagte Rudolf Haupt.
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