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Mönchengladbach: Neue Ampelphasen gegen Stau

VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 16.02.2009

Mönchengladbach (RPO). In etwa zwei Wochen werden Autofahrer auf dem Rheydter Ring länger Rot sehen. Der Grund: Weil sich das Verkehrsaufkommen um rund 4000 Autos pro Tag erhöht hat, werden die Ampelphasen geändert.

Ampeln an der Moses-Stern-Straße: Um Staus in der Rheydter City zu vermeiden, müssen jetzt die Ampelphasen der Signalanlagen rund um den Real-Markt verändert werden.  Foto: RPO
Ampeln an der Moses-Stern-Straße: Um Staus in der Rheydter City zu vermeiden, müssen jetzt die Ampelphasen der Signalanlagen rund um den Real-Markt verändert werden. Foto: RPO

Als Autofahrer ist man auf der Moses-Stern-Straße selten einsam, im Berufsverkehr schon gar nicht. Mit dem Neubau des SB-Warenhauses hat sich das Verkehrsaufkommen auf dem östlichen Teil des Rheydter Rings weiter erhöht. Eine Verkehrszählung hat zwar noch nicht stattgefunden, aber laut Prognosen fahren täglich rund 4000 Autos mehr über den Wilhelm-Schiffer-Ring und die Moses-Stern-Straße.

Die Rechnung der Verkehrsplaner: Zu den täglichen Berufspendlern, Anwohnern und City-Besuchern kommen jetzt 72 Supermarkt-Mitarbeiter und 2783 Kunden hinzu, die jeweils hin- und zurückfahren. Da etwa 30 Prozent genau diese Strecke schon nutzten, um zum alten Real-Markt an der Düsseldorfer Straße zu fahren, bleiben 3698 zusätzliche Fahrten. Für die Mitarbeiter des Bereichs Verkehrstechnik bedeutet das Arbeit. Denn um Staus in der Rheydter City zu vermeiden, müssen jetzt die Ampelphasen der Signalanlagen rund um den Real-Markt verändert werden.

Info

Von 78 auf 90

Umstellung In etwa zwei Wochen sollen die Ampelanlagen des östlichen Rheydter Ringes umgestellt werden: Das sind zunächst die Anlagen an der Moses-Stern-Straße – und hier an den Punkten Bahnhof, Odenkirchener Straße, Limitenstraße.

Es folgt der Rheydter Ring mit den Punkten Dahlener Straße, Bachstraße, Hohlstraße und Mühlenstraße

Verkehrsfluss beschleunigen

Wie das geht, erklärt Ralf Klöpper, Bereichsleiter Verkehrstechnik: "Wir verlängern den Umlauf der Signalanlagen von 78 auf 90 Sekunden." Das heißt: Von einer Grünphase zur nächsten an einer ganz bestimmten Signalanlage dauert es in Zukunft nicht mehr 78 Sekunden, sondern anderthalb Minuten. Durch dieses Verfahren wird der Verkehrsfluss beschleunigt, sagt Klöpper.

Denn in einer Umlaufphase müssen auch immer Sicherheitsphasen eingebaut werden. Das ist die kurze Zeitspanne, in der alle kreuzende Verkehrswege Rotlicht haben. Gemacht werden muss dies, um Unfälle zu vermeiden – falls einer doch einmal bei Dunkelorange über die Straße fährt. Eine Verlängerung der Umlaufphasen verringert die Sicherheitsphasen, in denen keiner fährt. Und das heißt wiederum: Der Verkehr kann insgesamt schneller abfließen.

Das bedeutet aber auch: Der Autofahrer muss unter Umständen länger auf Grün warten. "Je nachdem, wie lange die Grünphasen geschaltet sind, bis zu 70 Sekunden", erläutert Volker Schommer, bei der Stadt zuständig für den Verkehrsrechner und den Betrieb der Ampelanlagen. Schommer und Klöpper ist klar: 70 Sekunden können für Wartende manchmal ganz schön lange sein. Aber die Verlängerung der Umlaufzeiten sei der beste Weg, um viele Autos möglichst schnell durchzuschleusen. "Bei Borussia-Heimspielen haben wir auf der Aachener Straße Umlaufzeiten von 120 Sekunden."

Am Rheydter Ring sollen die Ampelphasen vor allem zu den "Stoßzeiten" verändert werden, also von 7 bis 9.30 Uhr und von 15.30 bis 19 Uhr. Starre Grün- und Rotphasen gibt es im Stadtgebiet übrigens nur noch ganz selten. An vielen Kreuzungen werden die Signalanlagen verkehrsabhängig gesteuert, sagt Klöpper. Induktionsschleifen im Boden erkennen, wie viele Autos aus welcher Richtung kommen.

Quelle: RP

 
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