Mönchengladbach: Neue Kreditkarten sind schon unterwegs
VON RALF JÜNGERMANN - zuletzt aktualisiert: 19.11.2009Mönchengladbach (RPO). Mönchengladbacher, die in den vergangenen Monaten in Spanien waren und dort mit ihrer Kreditkarte bezahlt haben, bekommen in diesen Tagen automatisch Post von Stadtsparkasse und Volksbank.
Mehrere hundert Sparkassen- und genau 191 Volksbank-Kunden aus Mönchengladbach werden von ihren Kreditinstituten aus Sicherheitsgründen mit einer neuen Kreditkarte ausgestattet. Grund für die reine Vorsichtsmaßnahme ist der Datenklau von einem spanischen Server. Finanziellen Schaden wird kein Mönchengladbacher Kunde erleiden, versichern die Banken.
Für den Austausch der Karten kommen die Banken auf. "Und selbst wenn Daten von Mönchengladbachern missbraucht worden sein sollten, wofür es keinen Anhaltspunkt gibt: Sparkassen-Kunden haften nicht für Schäden aus betrügerischen Vorfällen", sagt Sprecher Heinz Willems.
Betroffen sind laut Mark Bonitz, Berater für Electronic Banking bei der Volksbank, vor allem die Inhaber von Mastercards. Visa-Karten-Inhaber sind in diesem Fall nur dann potenziell gefährdet, wenn sie ihre Kreditkarte als Doppelkarte gemeinsam mit der Mastercard beantragt hatten. "Wer seine EC-Karte benutzt hat, ist vollkommen sicher", sagt Bonitz.
Wie überhaupt die Fachleute der Banken versichern: Wer in diesen Tagen keine Post von seinem Kreditinstitut bekommt, gehört auch nicht zu den potenziell vom Betrug Betroffenen. Dies sind allerdings nicht ausschließlich Mönchengladbacher, die ihre Kreditkarte in den vergangenen Monaten in Spanien eingesetzt haben. Auch über das Internet getätigte Geschäfte können überden spanischen Diensleister abgerechnet worden sein.
Der Datenklau war bereits am 4. November passiert. Die Mönchengladbacher Banken raten den angeschriebenen Kunden, vorsorglich regelmäßig ihre Kontoauszüge zu sichten und mögliche Fehler sofort zu reklamieren.
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